Weihnachtsmarkt-Getränke Wie viel Alkohol steckt in Glühwein, Feuerzangenbowle und Co.?

Nicht nur Süßes, Deftiges und Herzhaftes lässt bei einem Besuch des Weihnachtsmarktes viele Herzen höher schlagen, sondern auch der klassische Glühwein und seine trinkbaren Kollegen. Doch beim Verzehr ist Vorsicht geboten: In Sachen Alkoholgehalt haben es die Weihnachtsdrinks oft in sich. Ein Überblick.

Eine Mitarbeiterin eines Glühweinstandes auf dem Weihnachtsmarkt hält eine dampfende Tasse Glühwein in der Hand.
Beim Besuch auf dem Weihnachtsmarkt darf oft auch ein Glas Glühwein nicht fehlen. (Archiv) Bildrechte: dpa

Vor nicht allzu langer Zeit waren Glühwein und Punsch die Platzhirsche unter den Getränken auf deutschen Weihnachtsmärkten. Mittlerweile haben zahlreiche andere Kreationen wie Feuerzangenbowle, heiße Schokolade mit Schuss, Jagertee, Eierpunsch und weitere Stimmungsaufheller den Weg in die Tassen und Gläser der Kunden gefunden. Dabei gilt: Auch wenn es schmeckt, sollte man den Alkoholgehalt nicht außer Acht lassen.

Glühwein und Punsch am beliebtesten

Die Nummer eins unter den Getränken ist nach wie vor der traditionelle Glühwein. Er muss einen Alkoholgehalt von mindestens sieben Prozent haben, um sich überhaupt so nennen zu dürfen. Er ist also von Grund auf keine leichte Kost. Je nach lokaler Variation kann der Gehalt schnell auf mehr als 13 Prozent steigen. Ähnliches gilt für Punsch, der je nach Vorliebe des Standinhabers zwischen fünf und zwölf Prozent liegen kann.

Glühwein in einer Glastasse auf einem Tisch im Vordergrund. Im Hintergrund leicht verschwommen ein Weihnachtsbaum.
Der traditionelle Glühwein ist immer noch die Nummer eins unter den Weihnachtsmarkt-Getränken. (Symbolbild) Bildrechte: Imago/Westend61

Rum sorgt für ordentliches Prozent-Plus

Noch mehr ist normalerweise in der Feuerzangenbowle und im Jagertee. Letzteres ist eine Mischung aus Tee und hochprozentigen Rum, die einen Alkoholgehalt von mindestens 15 Volumenprozent Alkohol hat. Handelt es sich um Hüttentee oder eine ähnliche Bezeichnung können die gleichen Zutaten wie beim Jagertee enthalten sein, weil er aber nicht von einem österreichischen Hersteller kommt, darf er nicht so genannt werden. Bei der Feuerzangenbowle, die als Grundlage roten Glühwein enthält, erhöht sich der Alkoholgehalt vor allem durch die Zugabe von hochprozentigem Rum. Auch wenn einiges davon durch das zusätzliche Flambieren von Zucker wieder verflüchtigt, liegt der Alkoholgehalt im Schnitt über dem von Glühwein.

Eierpunsch und Glögg auf dem Vormarsch

Immer beliebter werden die eher süßen Geränke Eierpunsch und heiße Schokolade mit Schuss. Beide liegen in etwa bei acht Prozent. Die größten Schwankungen gibt es vermutlich beim skandinavischen Heißgetränk Glögg, das es schon mit etwas mehr als zwei Prozent zu haben gibt. Normale Varianten liegen allerdings deutlich darüber. Auch, weil meist ein Schuss Korn oder Wodka enthalten ist. Am ganz anderen Ende des Spektrums stehen moderne Misch-Varianten. So kann z.B. ein heißer Caipirinha mehr als 35 Volumenprozent Alkohol enthalten.

Eierpunsch
Eierpunsch erfreut sich großer Beliebtheit auf deutschen Weihnachtsmärkten. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Panthermedia

Die Vielfalt ist groß, dennoch sollte man nicht alle Varianten gutgläubig testen. Denn sonst droht nicht nur ein ordentlicher Kater, sondern unter Umständen auch Ärger mit der Polizei.


BRISANT

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 09. Dezember 2022 | 17:15 Uhr

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