Polizei sucht Zeugen "Großes Schlachtfeld" nach Verfolgungsjagd in Braunschweig - ein Toter

BRISANT | 21.08.2019 | 17:15 Uhr

Drei kaputte Autos stehen an der Unfallstelle.
Drei kaputte Autos stehen an der Unfallstelle. Die auslaufenden Betriebsstoffe fingen Feuer. Eines der Autos brannte komplett aus. Der Gesamtschaden beträgt laut Polizei rund 65.000 Euro.  Bildrechte: Henning Noske/Braunschweiger Zeitung/dpa

"Es ist im Grunde genommen ein großes Schlachtfeld", beschreibt Feuerwehr-Einsatzleiter Christoph Schwanke den Unfallort. Ein Autofahrer ist bei Braunschweig vor der Polizei davongerast und hat dabei einen tödlichen Unfall verursacht.

Polizeikontrolle entzogen

Wie ein Sprecher mitteilte, wollte eine Polizeistreife den 37-Jährigen auf der A2 kontrollieren. Eine Überprüfung des Kennzeichens hatte ergeben, dass ihm der Führerschein entzogen worden war. Der Mann ignorierte die Haltezeichen jedoch und raste mit seinem schwarzen BMW Kombi in Richtung A39 davon. Dort baute er zwischen den Anschlussstellen Sickte und Braunschweig-Rautheim einen ersten Unfall, konnte seine Flucht aber fortsetzen.

Zu der tragischen Kollision kam es kurz darauf, als der Unfallfahrer die Autobahn an der Anschlussstelle Braunschweig-Südstadt verlassen wollte. Mit hoher Geschwindigkeit krachte er in zwei Autos, die auf dem Rechtsabbiegestreifen warteten. Der 33-jährige Fahrer des mittleren Autos starb noch an der Unfallstelle. Der Unfallverursacher und der 43 Jahre alte Fahrer des vorderen Autos wurden schwer verletzt.

Drogen gefunden - Unfallfahrer nicht vernehmungsfähig

Die Beamten fanden bei dem Unfallfahrer Drogen. Um was genau es sich dabei handelte, konnte der Sprecher nicht sagen. Auch zur Herkunft des 37-Jährigen wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Der Mann befindet sich nach einer Operation weiter im Krankenhaus und ist bislang noch nicht vernehmungsfähig.

Zusammen mit der Staatsanwaltschaft werde geprüft, ob es sich um ein fahrlässiges oder vorsätzliches Tötungsdelikt handelt, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem müsse sich der Mann wegen Fahrens ohne Führerschein verantworten. 

Wer kann Hinweise geben?

Die Polizei geht davon aus, das der 37 Jahre alte Fahrer des schwarzen BMW bei seiner Flucht auf der A2 in Fahrtrichtung Berlin und weiter auf der A39 in Fahrtrichtung Braunschweig mehrere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet hat. Die Ermittler bitten Zeugen oder Geschädigte der Fluchtfahrt, sich zu melden.

Hinweise nimmt die Polizei Braunschweig unter der Telefonnummer 0531 4763935 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Polizei Braunschweig

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 17:58 Uhr

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