Ein Polizeiabsperrungsband entlang einer Straße.
Bildrechte: dpa

Mord in Fußgängerzone Hamburger Apotheker erschlagen - wer kann Hinweise geben?

BRISANT | 17.01.2019 | 17:15 Uhr

Er war erfolgreicher Geschäftsmann und leitete einen syrischen Hilfsverein: Der gewaltsame Tod eines 48-Jährigen in Harburg wirft Fragen auf. Die Polizei hofft auf Zeugen.

Ein Polizeiabsperrungsband entlang einer Straße.
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Eine Gewalttat schockiert Hamburg: Im Stadtteil Harburg ist ein Apotheker auf brutale Art und Weise getötet worden. Der Mann war blutüberströmt in der Fußgängerzone Lüneburger Straße gefunden worden, teilte die Polizei mit. Trotz schwerster Verletzungen an Kopf und Oberkörper sei er zunächst noch bei Bewusstsein gewesen. Der 48-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.

Mit einer Axt tödlich verletzt

Der oder die Täter müssen mit großer Wucht auf den Syrer eingeschlagen haben, heißt es bei der Polizei. Die Beamten gehen davon aus, dass der Mann mit einer Axt tödlich verletzte wurde. Der Geschäftsmann erlitt Dutzende Schläge und Hiebe ins Gesicht. Zudem wurde ihm ein Finger abgetrennt. Der Geschäftsmann hatte sich noch aus dem Treppenhaus schleppen können und war dann in der Fußgängerzone zusammengebrochen. Er starb er wenig später in der Asklepios Klinik Harburg an den Folgen seiner Verletzungen.

Mittlerweile stehen brennende Kerzen vor dem Geschäftshaus, das dem 48 Jahre alten Apotheker aus Syrien gehörte. Viele Passanten bleiben stehen und schauen sich die Trauerbekundungen an.  "Wir sind fassungslos" hat jemand auf ein Pappschild geschrieben. Die Beamten haben noch keine heiße Spur. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Polizeisprecherin.

In syrischem Hilfsverein engagiert

Der Apotheker hat den Verein Union der Syrer im Ausland e.V. geleitet, der sich in der humanitären Hilfe für Syrien engagierte. Nach eigenen Angaben lieferte dieser unter anderem Krankenwagen in das Bürgerkriegsland. "Er war nicht nur in der humanitären Hilfe für Syrien engagiert, sondern unterstützte auch Geflüchtete bei der Integration in Harburg", sagt Kazim Abaci. Der Bürgerschaftsabgeordnete hatte 2015 zusammen mit dem Apotheker an einer internationalen Konferenz des Vereins in Hamburg teilgenommen.

Polizei hofft auf Zeugen

Die Polizei sucht Zeugen: Wer Hinweise zu den Geschehnissen oder zu verdächtigen Beobachtungen im Umfeld hat, soll sich melden.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 040 4286-56789 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Polizei Hamburg

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 17. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 20:39 Uhr

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