Tag der Organspende "Herzkind" Aria feiert ihren zweiten Geburtstag

BRISANT | 01.06.2018 | 17:10 Uhr

Seitdem die kleine Aria ihr neues Herz hat, macht sie Riesensprünge. Ein echtes Wunder für ihre Familie und ein Grund den zweiten Geburtstag groß zu feiern. Vor einem Jahr noch war der Zustand des Mädchens kritisch.

Vor lauter Aufregung schafft die kleine Aria es nicht, ihre Kerzen auszupusten. Das Mädchen feiert seinen zweiten Geburtstag und ist umringt von seiner Familie. Ein Wunder, denn noch vor einem Jahr war die Sorge um Aria groß und nicht gewiss, ob sie einen weiteren Geburtstag überhaupt erleben würde.

Alles ist plötzlich herrlich normal

Das Mädchen kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt. Doch seit der Transplantation im Juli 2018 schlägt das neue Herz in Arias Körper wie es soll. Dennoch muss das Mädchen alle paar Wochen untersucht werden, denn die größte Gefahr besteht darin, dass ihr neues Spenderherz abgestoßen werden könnte. Sie bekommt deshalb Medikamente, aber sonst scheint alles andere zum ersten Mal herrlich normal in Arias Leben zu sein. Sie läuft durch die Wohnung, ist voller Neugierde und hat eine Lebensfreude, die auch ihren Kinderkardiologen Dr. Roland Reif immer wieder berührt:

Man kennt den Zustand von vorher und man weiß, dass das Kind heute nicht mehr da wäre ohne die Herztransplantation. Und jetzt ist sie fit, freundlich und lacht. Das ist fantastisch.

Angeborener Herzfehler

Aria kam scheinbar gesund zur Welt, war ein fröhliches Kind. Doch im November 2017 blieb auf einmal ihr Herz stehen. Die Diagnose: ein schwerer Herzfehler. Arias Herzmuskel war zu groß. Das Organ konnte nicht genug Blut in den kleinen Körper pumpen. Aria brauchte so schnell wie möglich ein neues Herz. In Deutschland wartete man derzeit auf eine solche Transplantation durchschnittlich zwei Jahre. Zu lange für Aria! Jederzeit hätte ihr Herz aufhören können zu schlagen.

Organspende und Transplantation in den USA

Ihr großes Glück: Ihr Vater ist Amerikaner! Aria hatte die Chance auf ein neues Herz in den USA. Dort gibt es deutlich mehr Organspender als hierzulande. Im Juni war es dann soweit: Mit Spezialisten und technischem Gerät an Bord gelang der Langstreckenflug nach Memphis in Tennessee. Nach einem Untersuchungsmarathon und einigen Wochen des Wartens und Bangens wurde dann ein passendes Spenderorgan gefunden. Und dank dem Einlenken der Krankenkasse, die dann doch die Transplantationskosten übernahm, und der vielen Spenden, ist auch die finanzielle Seite geklärt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 11. September 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Juni 2019, 11:47 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren