"Florence" und "Mangkhut" Wirbelstürme treffen auf US-Ostküste und die Philippinen - erste Todesopfer

BRISANT | 14.09.2018 | 17:15 Uhr

Gleich zwei große Wirbelstürme wüten derzeit in Nordamerika und Asien. Hurrikan "Florence" sorgt an der US-Ostküste für Chaos, es gibt erste Todesopfer. Der Taifun "Mangkhut" hat die philippinische Hauptinsel Luzon erreicht.

Der Hurrikan "Florence" hat im US-Bundesstaat North Carolina am Freitag die ersten Todesopfer gefordert. In der Stadt Wilmington stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Eine Frau und ihr Kleinkind wurden getötet. Der Vater des Kindes konnte verletzt gerettet werden.

Der Wirbelsturm war am Freitagmorgen nahe Wilmington auf Land getroffen. Er hatte sich zuletzt zwar auf Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde verlangsamt, doch dafür kann der Hurrikan so länger in der Region wüten.

Gesamter Bundesstaat überflutet

Das staatliche Hurrikan-Zentrum erwartet, dass sich der Wirbelsturm über das Wochenende weiter abschwächt. Doch Meteorologen befürchten an den drei Tagen so viel Regen wie sonst in acht Monaten. Außerdem schiebt der Hurrikan eine Flutwelle vor sich her in Richtung Küste. Gouverneur Roy Cooper warnte, dass fast der ganze Bundesstaat mehr als 60 Zentimeter unter Wasser stehen dürfte.

Zwei Personen gehen durch die überfluteten Straßen von New Bern im US-Bundesstaat North Carolina
Überflutete Straße in New Bern im US-Bundesstaat North Carolina. Bildrechte: dpa

Hunderttausende auf der Flucht

Hunderttausende Menschen an der US-Ostküste haben ihre Wohnungen verlassen. Insgesamt eine Million Bürger waren aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. Gut 440.000 Haushalte in North und South Carolina waren am Freitag ohne Strom. Die Auswirkungen von "Florence" dürften auch die Bundesstaaten Alabama, Tennessee, Kentucky und West Virginia zu spüren bekommen.

Super-Taifun "Mangkhut" trifft auf die Philippinen

Unterdessen hat auf der anderen Seite der Erdkugel der Super-Taifun "Mangkhut" den Norden der philippinischen Hauptinsel Luzon erreicht. Das Zentrum des Wirbelsturms traf am frühen Samstagmorgen auf den Ort Baggao in der Provinz Cagayan, wie die philippinische Wetterbehörde mitteilte. Der Taifun entfaltete Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde.

Ein Satellitenbild mit Markierung der jeweiligen Landesgrenzen zeigt die Größe und die Flugrichtung des Taifuns Mangkhut bei seiner Annäherung an die Philippinen
Ein Satellitenbild mit Markierung der jeweiligen Landesgrenzen zeigt die Größe und die Flugrichtung des Taifuns Mangkhut bei seiner Annäherung an die Philippinen. Bildrechte: dpa

Bis zu zehn Millionen Menschen betroffen

Die Behörden haben etwa 800.000 Menschen aufgefordert, sich vor dem Sturm zu retten. Mindestens fünf Millionen Menschen werden nach jüngsten Schätzungen des Katastrophenschutzes von den Auswirkungen betroffen sein. Das Rote Kreuz geht sogar von zehn Millionen Betroffenen aus. Die Wetterbehörde warnte, "Mangkhut" bringe starke Regenfälle, Sturm und in Küstengebieten Sturmfluten von etwa sechs Metern Höhe.

Eine Frau sitzt während Regenfällen durch Taifun Mangkhut in einem Evakuierungszentrum
Eine Frau und ein Kind in einem Evakuierungszentrum auf den Philippinen. Bildrechte: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. September 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2018, 14:23 Uhr

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