Ice Bucket Challenge Erste Erfolge in der ALS-Forschung

Es war eine der polarisierendsten und größten Internetaktionen aller Zeiten: Die Ice Bucket Challenge. Im Sommer 2014 überkippten sich alle möglichen Leute mit Eiswasser und nominierten dann ein paar Leute, es ihnen innerhalb von 24 Stunden nachzutun. Die Aktion sollte auf die unheilbare Krankheit ALS aufmerksam machen und Geld dafür einsammeln. Offenbar mit ersten kleinen Erfolgen.

ClipX | Ice Bucket Challenge
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Mehr als nur ein Netztrend

Zwei Jahre später jetzt die große Überraschung: Mit der Ice Bucket Challenge sind in acht Wochen 220 Millionen Dollar an Spenden zusammengekommen. Mit dem Geld wurde eine ganze Reihe von Forschungsprojekten finanziert. Eines dieser Projekte konnte einen kleinen Durchbruch vermelden: Forscher konnten ein Gen identifizieren, dass mit der Krankheit ALS zu tun hat. Diese Erkenntnis könnte möglicherweise zu neuen Behandlungsmethoden führen. Das ist wichtig, denn für ALS gibt es momentan keine Heilung.

Riesenspaß mit ernstem Hintergrund

Die Aktion zog damals heftige Kritik auf sich: Dass es dabei eigentlich um eine tödliche Krankheit geht, für deren Bekämpfung Spenden gesammelt werden sollten, schien irgendwie in den Eimern mit Eiswasser unterzugehen. Dass viele Promis das ganze auch nutzten, um sich als lustige Menschen zu präsentieren, die für einen Spaß zu haben sind, machte die Sache nicht besser.

Mitterweile sieht es aber so aus, als hätte die Aktion tatsächlich zu längerfristigen Erfolgen geführt. Die ALS-Gesellschaft konnte ihr jährliches Budget für Forschung verdreifachen. Die Menschen spenden durchschnittlich 25 Prozent mehr, als vor der Aktion. Und das Durschnittsalter der Spender sank von 50 auf 35 Jahren.