Mit Videotagebuch Verheerende Buschbrände wüten weiter in Australien

Die Buschbrände in Australien sind kaum aufzuhalten. Natur und Wohnhäuser werden zerstört, Menschen sterben. Außerdem schätzen Wissenschaftler, dass bereits eine halbe Milliarde Tiere verbrannt sind. Immerhin: Die Spendenbereitschaft ist groß. Wie ist die Lage vor Ort? Das erfahren Sie im BRISANT-Videotagebuch.

Feuerwehrleute der New South Wales Feuerwehrbehörde kämpfen gegen Buschbrände
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Etwas Regen und kühlere Temperaturen haben die Arbeit der Feuerwehrleute bei den Bränden im Südosten Australiens etwas leichter gemacht. Aber auch in dieser Woche soll es wieder teilweise 40 Grad und heißer werden. Der Feuerwehrchef des Bundesstaates New South Wales, Shane Fitzsimmons, sagte am Dienstag (07.01.), die mehr als 2.600 Helfer nutzten die "günstigen Bedingungen", um sich vorzubereiten, bevor die Brandgefahr voraussichtlich wieder steigen dürfte.

Viele Opfer durch gigantische Brände

Es wird befürchtet, dass die Feuer in Australien noch Monate dauern. An der Grenze von New South Wales und Victoria bewegten sich zwei Brände aufeinander zu, so dass ein Riesenfeuer entstehen könnte. In der isolierten Küstenstadt Mallacoota warteten noch Hunderte Menschen darauf, per Schiff gerettet zu werden.

Seit Beginn der großen Brände im Oktober sind landesweit 25 Menschen und unzählige Tiere ums Leben gekommen. Mehr als 2.000 Häuser sind zerstört. Mehr als 110.000 Quadratkilometer Land brannten nieder - das entspricht ungefähr der Fläche von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Ein Känguru steht während der Buschfeuer im Flinder Chase National Park auf Kangaroo Island
Ein Känguruh in einem vom Feuer völlig zerstörten Gebiet in Australien. Bildrechte: dpa

Spenden für Australien

Die Solidarität mit Australien ist gewaltig. Deshalb haben viele Menschen zum Spenden aufgerufen und selbst auch schon einiges gespendet. Darunter sind auch Stars, die mit gutem Beispiel vorangehen wollen. Sängerin Pink hat zum Beispiel eine halbe Million US-Dollar gespendet. Bei Twitter schreibt sie:

Ich bin am Boden zerstört, wenn ich sehe, was gerade in Australien mit den entsetzlichen Buschfeuern passiert. Deshalb spende ich 500.000 direkt an die örtliche Feuerwehr, die so hart kämpft. Mein Herz ist bei unseren Freunden und der Familie in Oz.

Pink Twitter

Promis und Royals solidarisieren sich mit Australien

Auch die australische Schauspielerin Nicole Kidman versprach eine Spende von 500.000 US-Dollar, ebenso wie die australische Sängerin Kylie Minogue. Andere Stars wie Leonardo DiCaprio, Sharon Stone, Ellen DeGeneres spendeten oder riefen in den sozialen Netzwerken zum Spenden auf.

Schauspieler Russell Crowe postete auf Instagram Bilder der Zerstörung und schrieb dazu, dass er hoffe, dass alle die von Waldbränden betroffen seien, sicher seien.

Auch Queen Elizabeth II., das Staatsoberhaupt des Commonwealth, zu dem auch Australien gehört, drückte auf Instagram ihr Mitgefühl aus und bedankte sich bei den Helfern.

Videotagebuch von Antje Spencer aus Australien

BRISANT hat vor Ort die deutsche Auswanderin Antje Spencer getroffen, die mit ihrer Familie in Australien lebt. Sie stammt ursprünglich aus Dresden, ist aber mit einem Feuerwehrmann verheiratet, der jetzt gegen die Flammen kämpft. Die 40-Jährige lebt in der Nähe von einem der Brandherde im Ort Porepunkah im Bundesstaat Victoria. Sie wird in den nächsten Tagen in einem Videotagebuch berichten, wie die Lage vor Ort ist. Die ersten beiden Videos gibt es hier. Das erste ist vom vergangenen Sonntag (05.01.), das zweite von Dienstag (07.01.).

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Januar 2020 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Januar 2020, 18:15 Uhr

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