Nach einer Überschwemmung im Südosten Spaniens liegt ein Auto im Schlamm
Die spanische Mittelmeerküste, sonst ein Paradies für Touristen, gleicht einem Meer aus Schlamm. Bildrechte: dpa

Überschwemmungskatastrophe Mindestens sechs Tote in Spanien

BRISANT | 14.09.2019 | 17:10 Uhr

Der Südosten Spaniens wurde von den heftigsten Unwettern seit mehr als 100 Jahren heimgesucht. Sechs Menschen haben ihr Leben verloren, mindestens 3.500 wurden in Sicherheit gebracht.

Nach einer Überschwemmung im Südosten Spaniens liegt ein Auto im Schlamm
Die spanische Mittelmeerküste, sonst ein Paradies für Touristen, gleicht einem Meer aus Schlamm. Bildrechte: dpa

Bei den verheerenden Unwettern an der spanischen Mittelmeerküste sind seit Mittwochabend mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Leiche des sechsten Opfers sei am Samstag in einem ländlichen Gebiet der Gemeinde Orihuela in der ostspanischen Provinz Alicante gefunden worden, teilten die Behörden mit.

Ministerpräsident reist in Krisengebiete

Kurz vor einem Besuch der Unwetter-Regionen erklärte sich Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag mit allen Betroffenen solidarisch. Er versicherte, man werde "alle Mittel und alle Hilfe einsetzen, um der Bevölkerung beizustehen und die Normalität wieder herzustellen".

Rund 3.500 Menschen in Sicherheit gebracht

Am schwersten betroffen von den Unwettern waren die Provinzen Murcia, Alicante und Valencia im Osten sowie die andalusischen Provinzen Almería, Málaga und Granada im Südosten des Landes. Dort mussten bis Samstag insgesamt 3.500 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Stellenweise mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter

An einigen Orten fielen innerhalb weniger Stunden mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter, Flüsse traten über die Ufer. Wegen der sintflutartigen Regenfälle gab es unzählige Überschwemmungen und auch Erdrutsche. Die Flughäfen in Almería und Murcia wurden zeitweilig geschlossen, Touristen steckten stundenlang fest. Viele Landstraßen waren noch am Samstag gesperrt.

An den Küsten hat sich das Wetter allmählich stabilisiert. Die Regenfälle sollen nun weiter ins Landesinnere ziehen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. September 2019 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2019, 19:10 Uhr

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