Nach Paukenschlag-Interview von Harry und Meghan Prinzessin Dianas früherer Butler meldet sich zu Wort

BRISANT | 24.10.2019 | 17:15 Uhr

Mehr als 20 Jahre hat Paul Burrell für die königliche Familie gearbeitet. Prinzessin Diana diente er beispielsweise als Butler. Nun hat er sich zum Paukenschlag-Interview von Harry und Meghan geäußert.

Prinzessin Dianas Ex-Butler Paul Burrell posiert in einem Hotel in Sydney für den Fotografen.
Prinzessin Dianas früherer Butler Paul Burrell. (Archiv) Bildrechte: dpa

Prinz Harry in emotionalem Minenfeld

Seiner Ansicht nach haben sich Prinz Harry und Herzogin Meghan mit dem pressekritischen Interview im Dokumentarfilm "Harry and Meghan: An African Journey" in ein emotionales Minenfeld begeben - so wie einst Harrys Mutter, Prinzessin Diana. "Harry ist auf demselben Weg. Er durchlebt den Albtraum seiner Mutter. Er wandelt auf Dianas Fußstapfen und denkt an ihr letztes Lebensjahr. Das ist ihm sehr präsent, und er denkt: Das könnte wieder passieren. Hört denn niemand zu?", so Burrell gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

>>> Das Interview von Harry und Meghan ist Teil des Dokumentarfilms "Harry and Meghan: An African Journey" des britischen Fernsehsenders ITV. Ausschnitte gibt es hier zu sehen. <<<

Prinz Harry und Prinz William gehen unterschiedlich mit der Presse um

Prinz Harry geht anders mit dem Spießrutenlauf mit der Presse um als sein Bruder Prinz William. Prinz Harry nimmt sich ein Beispiel an seiner Mutter Diana: Sie klagte gegen Zeitungen, um ihre Familie zu schützen, und genau das macht Prinz Harry auch. Prinz William ist da anders. Er und seine Frau Herzogin Kate spielen das Spiel der Medien mit. Paul Burrell glaubt zu wissen, warum: "William und Kate werden mal König und Königin sein, und sie wissen genau, was sie zu tun haben. Harry und Meghan haben keinen vorgegebenen Pfad. Sie müssen ihren eigenen Weg finden. Das tun sie im Gedenken Dianas. Sie folgen ihrer Inspiration, ihren Träumen und Idealen. Dafür gibt es keine Wegweiser."

William, Harry, Meghan und Kate
Die Prinzen William und Harry mit ihren Frauen Meghan und Kate (v.l.n.r.) Bildrechte: Getty Images

Prinz Charles verbannte Klatschpresse aus dem Haus

Herzogin Meghan müsse ihren Weg in der Königsfamilie noch finden. "Es gibt keine Anleitung, keine Unterstützung, keine Spielregeln. Man ist auf sich allein gestellt, wenn man in die Königsfamilie einheiratet", so Burrell. Als Beispiel, wie man mit der Klatschpresse umgehen könne, führt der frühere Butler von Prinzessin Diana Prinz Charles an: "Harry könnte versuchen, den ganzen Lärm von Außen zu verdrängen. Diana hat das nie gelernt. Prinz Charles duldete deshalb keine Klatschzeitungen in seinem Haus. Er schrieb mir ein Memo: Ich will nicht länger Zeitungen im Palast sehen. Wenn die Prinzessin eine lesen will, soll sie rausgehen und sich eine kaufen."

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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 24. Oktober 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2019, 17:08 Uhr

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