Adelige Unterstützung in Sachen Umweltschutz Fürst Albert II. eröffnet 10. Klimawoche in Hamburg

BRISANT | 24.09.2018 | 17:15 Uhr

Schirmherr Fürst Albert II. von Monaco hofft in Sachen Umweltschutz auf ziviles Engagement. Das sagte er bei der Eröffnung der Klimawoche in Hamburg. Auch Klimaforscher pochen bei dem Thema auf "Druck von unten".

Fürst Albert eröffnet die Klimawoche in Hamburg
Fürst Albert II. eröffnet die Klimawoche in Hamburg Bildrechte: dpa

Fürst Albert II. sieht alle in einem Boot

Mit adeliger Unterstützung hat in Hamburg die 10. Klimawoche begonnen. Schirmherr Fürst Albert II. von Monaco eröffnete die Veranstaltung am Montag (24.09.2018) in Vorfreude auf "wunderbare Diskussionen". Die Veranstaltung sei eine gute Gelegenheit, Wissenschaftler und Experten mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammenzubringen, erklärte der Staatschef, der für sein Engagement rund um nachhaltiges Leben bekannt ist. Seit vielen Jahren unterhält er eine eigene Stiftung für Umweltschutz. "Wir stecken da alle zusammen drin", so Albert mit Blick auf den Klimawandel.

Auf der Klimawoche wollen rund 200 Akteure bis zum Sonntag (30.9.2018) zeigen, wie Städte klimafreundlicher werden können. Neben Vorträgen stehen unter anderem ein Bildungsprogramm für Schüler, Gottesdienste, ein Klimakonzert und Filmvorführungen auf dem Plan - außerdem eine Botschaft aus dem All: Am Freitag (28.09.2018) soll Astronaut Alexander Gerst einen Gruß von der Raumstation ISS senden.

Klimaforscher plädieren für "Druck von unten"

Genau wie Fürst Albert betonte auch Klimaforscher Mojib Latif, wie wichtig es sei, dass sich ganz gewöhnliche Bürger für den Umweltschutz starkmachen: Man dürfe sich nicht alleine auf die Politik verlassen, erklärte Latif. Stattdessen sei ein "Druck von unten" nötig, damit das Pariser Klimaabkommen von 2015 eingehalten werde. Damals hatte sich die Weltgemeinschaft in der französischen Hauptstadt dazu verpflichtet, die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf klar unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Dass die Anliegen der Hamburger Klimawoche auch auf Bundesebene relevant sind, zeigte der Besuch von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Montag. Die Ministerin betonte in einer Rede, dass die Landwirtschaft eine "Schlüsselrolle" im Klimaschutz einnehme, da sie auf der einen Seite Leidtragende des Klimawandels sei, auf der anderen Seite aber auch selbst Treibhausgase verursache. Aus diesem Grund müssten sich die Landwirte «maßgeblich an der Lösung der Klimafrage beteiligen».

Julia Klöckner (li.), Fürst Albert II. und Klimaforscher Mojib Latif auf der Klimawoche in Hamburg.
Julia Klöckner (li.), Fürst Albert II. und Klimaforscher Mojib Latif auf der Klimawoche in Hamburg. Bildrechte: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 24. September 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. September 2018, 16:27 Uhr

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