Mut-Botschaften auf Bananen Heftige Kritik an Meghan Markle

BRISANT | 05.02.2019 | 17:15 Uhr

Meghan Markle hat bei einer Charity-Aktion aufmunternde Botschaften für Prostituierte auf Bananen geschrieben. Dafür bekommt sie jetzt Hass zu spüren.

Meghan
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Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, haben in der vergangenen Woche unangekündigt eine Charity-Aktion von "One25" in Bristol in Südwest-England besucht. Die Nonprofit-Organisation bietet Prostituierten Unterstützung, um von der Straße und der Drogensucht wegzukommen. Sie versucht ihnen dabei zu helfen, einem Leben geprägt von Gewalt, Armut und Sucht zu entfliehen. Dazu gehört auch die Essensausgabe, bei der die Herzogin zunächst eine tolle Idee hatte:

Sie schrieb mit einem Filzstift liebevolle Botschaften auf Bananen: "Du bist tapfer", "Du bist stark" und "Du wirst geliebt". Dazu malte die Herzogin von Sussex noch ein paar kleine Herzchen.

Eine Aktion, die zuerst gut bei der britischen Presse ankam. Laut der Nachrichtenagentur PA habe eine ehemalige Prostituierte dazu bemerkt: "Wahrscheinlich werden die Bananen mit der Botschaft nicht gegessen, sondern aufbewahrt. Ich glaube, diese Banane wird Zuhause liegen, bis sie verfault ist. Ich würde das auch so machen." Die Frau mit dem Namen Sam bezeichnete die Aktion als "großartig".

Viele Prostituierte empfinden Bananen-Aktion als Beleidigung

Bei einigen Prostituierten kommt die Aktion der Herzogin aber gar nicht gut an. Einige Betroffene sehen Meghan nicht als Unterstützerin: Es sei eine Herabsetzung. Eine Sexarbeiterin, die sich Nikki nennt, erklärte dem Boulevardblatt "The Sun":

Menschen haben Schwierigkeiten Essen oder einen Schlafplatz zu finden. Und sie gibt uns ein paar Worte auf einer Frucht.

Nikki, Prostituierte The Sun

Andere Prostituierte sollen dem Magazin gesagt haben, dass es eine Beleidigung sei und Meghan mehr in dieser Lage tun könne, als Bananen zu beschriften.

Herzogin Meghan polarisiert

Und sogar bei Royal-Experten scheint die Aktion von Meghan für Irritation zu sorgen. So meldet sich der britische Autor und Journalist Piers Morgan auf Twitter:

"Warum beschriftet Meghan Markle Bananen für Sexarbeiterinnen, um sie zu ermutigen? Das ist etwas vom komischsten und lächerlichsten, das ich je von einem Mitglied der royalen Familie gesehen habe".

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Einige nehmen Meghan in Schutz. So schreib ein User: "Ich verstehe nicht, warum man sie so fertig macht, immerhin verurteilt sie die Frauen nicht!". Andere stimmen Piers Morgan zu und bezeichnen die Bananen-Aktion als herabwürdigend. Zudem gibt es immer mehr rassistische Beleidigungen. "Herzogin Hochkompliziert" oder "Diva" sind dagegen noch harmlos Bezeichnungen.

Alles nur geklaut?

Neben der Kritik an Meghan muss sie sich auch noch den Vorwurf gefallen lassen, sich die Mut-Botschaften auf Bananen nicht selbst ausgedacht zu haben. Ursprünglich kommt die Idee von einer Cafeteria-Managerin aus den USA. Schon im November vergangenen Jahres verzierte Stacy Trumen Bananen für die Mensa mit aufmunternden Botschaften.

Harte Vorwürfe, die Meghan gemacht werden, denn schließlich gehört es zur Hauptaufgabe der Royals, auf Charity-Aktionen aufmerksam zu machen und sie zu unterstützen – möglichst im positiven Sinne.

Viel Belastung für die Herzogin

Wie sehr Meghan, die im sechsten Monat schwanger ist, die harten Worte treffen, ist nicht bekannt. Aber die Herzogin polarisiert stark − allein in den letzten Monaten haben mehrere Mitarbeiter von Meghan gekündigt. Laut Insidern hadert die Schauspielerin mit ihrer Rolle als Royal und dem damit verbundenen "Maulkorb". Denn egal, wie sehr Meghan in die Kritik gerät, sie darf sich nicht öffentlich verteidigen. Dazu kämen Versagensängste, heißt es.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 05. Februar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2019, 18:41 Uhr

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