Interview Prinz Andrew streitet Bekanntschaft zu Epstein-Opfer ab

Das mutmaßliche Sex-Opfer von Jeffrey Epstein, Virginia Roberts Giuffre, behauptet, auch zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden zu sein. Der britische Royal streitet ab, sie jemals getroffen zu haben, bereue aber seinen Kontakt zu Epstein.

Prinz Andrew
Prinz Andrew streitet Treffen mit mutmaßlichem Epstein-Opfer ab. (Archiv) Bildrechte: Getty Images

Prinz Andrew: "Keine Erinnerung an Treffen"

Prinz Andrew kann sich nach eigenen Angaben nicht an ein Treffen mit einem mutmaßlichen Opfer des verstorbenen US-Multimillionärs Jeffrey Epstein erinnern. "Ich habe keinerlei Erinnerung daran, diese Dame jemals getroffen zu haben", sagte Andrew in einem Interview mit der BBC.

Mutmaßliches Opfer offenbar jahrelang missbraucht

Bei der Frau handelt es sich um Virginia Roberts Giuffre, die nach eigenen Angaben jahrelang von Epstein missbraucht und auch zum Sex mit dessen wohlhabenden Freunden einschließlich des britischen Prinzen Andrew gezwungen wurde. Nach einer Anhörung in den USA im August hatte Giuffre vor Reportern gesagt, Prinz Andrew wisse "genau, was er getan hat, und ich hoffe, dass er reinen Tisch macht". Prinz Andrew wies die Anschuldigungen stets zurück.

Sarah Ransome, Virginia Roberts Giuffre, und Marijke Chartouni
Virginia Roberts Giuffre (mi.) mit zwei anderen mutmaßlichen Opfern von Jeffrey Epstein. (Archiv) Bildrechte: imago images/ZUMA Press

Echtes Foto von Prinz Andrew und mutmaßlichem Opfer?

Auf einem weit verbreiteten Foto ist mutmaßlich der Prinz zu sehen, wie er seinen Arm um die damals 17-jährige Giuffre legt, im Hintergrund ist Epsteins Ex-Freundin Ghislaine Maxwell zu sehen. Unterstützer des Prinzen zweifeln die Echtheit des Bildes an.

Prinz Andrew bereut Freundschaft zu Epstein

Andrew ist der zweite Sohn von Queen Elizabeth II. und steht in der Thronfolge auf Platz acht. Zuletzt wurde er für seine Verbindungen zu Epstein heftig kritisiert. In dem BBC-Interview sagte er, dass er bereue, auch nach der Verurteilung Epsteins im Jahr 2008 dessen Freund geblieben sei. Sein Verweilen bei Epstein sei "für ein Mitglied der Königlichen Familie nicht geziemend" und "enttäuschend", so Prinz Andrew.

Das Handout Archivfoto vom 28.03.2017, das von der New York State Sex Offender Registry zur Verfügung gestellt wurd, zeigt Jeffrey Epstein, Unternehmer und Millionär aus den USA.
Jeffrey Epstein soll im August dieses Jahres Suizid im Gefängnis begangen haben. (Archiv) Bildrechte: dpa

Epstein: Suizid im Gefängnis

Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Er hatte gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, neben Prinz Andrew auch zu US-Präsident Donald Trump. Epstein hatte im August nach Angaben der New Yorker Gerichtsmedizin Suizid in seiner Gefängniszelle begangen.

Quellen: ten/afp/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. November 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. November 2019, 16:55 Uhr

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