Oprah-Winfrey-Interview Prinz William kontert Meghan & Harry: Britische Königsfamilie ist NICHT rassistisch!

Die Vorwürfe wiegen schwer. In einem Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey hatten Herzogin Meghan und Prinz Harry der britischen Königsfamilie unter anderem Rassismus vorgeworfen. Anlass waren Spekulationen über die Hautfarbe ihres (damals noch ungeborenen) Sohnes Archie. Während Königin Elizabeth den Vorwurf innerhalb der Familie besprechen will, wird er von Harrys Bruder William strikt verneint: Wir sind keine rassistische Familie!

Der britische Prinz William trägt einen Mund-Nasen-Schutz.
Prinz William wehrt sich gegen die Rassismus-Vorwürfe seiner Schwägerin Meghan und seines Bruders Harry: Wir sind keine rassistische Familie! Bildrechte: dpa

Gespräch mit Harry hat noch nicht stattgefunden

Der britische Prinz William hat sich gegen die Rassismusvorwürfe seines Bruders Harry und seiner Schwägerin Meghan verwahrt. "Wir sind keine rassistische Familie", sagte William bei einem Besuch in einer Londoner Schule, den er gemeinsam mit Ehefrau Kate absolvierte.

Zugleich räumte er ein, noch nicht mit Harry über die Vorwürfe gesprochen zu haben. "Nein, ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, aber ich werde es tun", sagte William.

Der britische Prinz William (r) und Kate (2.v.r.), Herzogin von Cambridge, kommen zu einem Besuch in der School 21 im Londoner Stadtviertel Stratford an.
Seine Aussage traf Prinz William anlässlich eines Schulbesuchs mit Ehefrau Kate. Bildrechte: dpa

Rassismus-Vorwürfe in TV-Interview mit Oprah Winfrey

Meghan hatte in einem am Sonntag in den USA und am Montag in Großbritannien ausgestrahlten Fernsehinterview mit Starmoderatorin Oprah Winfrey gesagt, dass es vor der Geburt ihres Sohnes Archie im Königshaus "Sorgen und Gespräche" darüber gegeben habe, "wie dunkel seine Haut sein mag".

Screenshot - Meghan & Harry im Interview mit Oprah Winfrey
Meghans und Harrys Interview mit Starmoderatorin Oprah Winfrey wurde auch in Großbritannien in voller Länge ausgestrahlt. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Press

Charles, Camilla, William - wer hat die rassistische Aussage getroffen?

Die Vorwürfe hatten im Vereinigten Königreich hohe Wellen geschlagen. Es wurde vor allem darüber spekuliert, auf welchen der Royals das Paar seine Vorwürfe bezog. Einen konkreten Namen wollten Meghan und Harry nicht verraten.

Königin Elizabeth II. und Prinz Philip waren es nicht!

Moderatorin Oprah Winfrey betonte später unter Berufung auf Harry, an den fraglichen Gesprächen seien weder die Queen noch deren Ehemann Prinz Philip beteiligt gewesen. Thronfolger Charles hat sich bisher noch nicht zu dem Interview geäußert.

Ein Ausschnitt aus einem Interview von US-Moderatorin Winfrey mit Prinz Harry und Herzogin Meghan ist auf der Titelseite der Zeitung «The Daily Telegraph» abgedruckt. Im Hintergrund ist der Buckingham Palace zu sehen.
In Großbritannien schlugen die Vorwürfe der "Megxilanten" hohe Wellen. Bildrechte: dpa

Queen will versöhnen

Königin Elizabeth II. hatte am Dienstag erklärt, sie sei "traurig" über Meghans und Harrys Kummer und die aufgeworfenen Fragen. "Insbesondere die, die sich auf Rassismus beziehen", seien "besorgniserregend". Britische Medien werteten dies als Versöhnungsgeste - trotz zum Teil verschiedener Sichtweisen.

AFP

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 11. März 2021 | 17:15 Uhr

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