Royals Diese zehn Skandale und Krisen hat Queen Elizabeth II. erlebt

Seitensprünge, Attentate, abgehörte Telefonate, Sex-Skandale - auf einiges davon hätte Queen Elizabeth II. sicher gern verzichtet. BRISANT mit den zehn größten Skandalen und Krisen der Windsors.

Queen Elizabeth II
Die britische Königin war öfter mal "not amused" über ihre skandalöse Familie. Bildrechte: imago images/i Images

Das Motto der Queen lautet "never complain, never explain" - beklage dich nicht, erkläre dich nicht. Also schweigt die Königin zu allen Skandalen, die sich in ihrer Familie abspielten. Was sich hinter den Palastmauern abspielt, bleibt verborgen. Doch auf einiges scheint trotzdem das gleißende Rampenlicht.

Prinz Charles und das "Tampon Telefonat"

Prinz Charles wird seinen Tampon-Wunsch wohl nie wieder los. Ein heimlich mitgeschnittenes "Dirty Talk"-Telefonat zwischen dem Kronprinzen und seiner Dauergeliebten Camilla Parker-Bowles sorgt 1993 für Schlagzeilen.

Kurz vor Weihnachten 1989 säuselt der mit Diana verheiratete Charles in den Hörer, dass er so gern in Camillas Hose leben würde. Am liebsten würde er sich in einen Tampon verwandeln.

Aber erst 1993, nach der offiziellen Trennung von Charles und Diana, veröffentlicht die Klatschpresse Auszüge aus dem pikanten Liebesgeflüster. Die Briten reagieren verstört - sowas tut ein künftiger König nicht!

Prinz Charles und Camilla
Seit 2005 sind Charles und Camilla - nun Herzogin von Cornwall - verheiratet. Bildrechte: IMAGO / i Images

IRA-Attentat auf Philips Onkel

Philips Onkel, Louis Mountbatten, fällt am 27. August 1979 einem Attentat zum Opfer. Der pensionierte Großadmiral und Vizekönig von Indien war Ehestifter für Philip von Elizabeth und unterhielt enge Beziehungen zur königlichen Familie, für Prinz Charles war er zeitlebens "Onkel Dickie".

Die irische Terrororganisation IRA zündet eine Bombe auf Mountbattens Yacht, als der 79-Jährige an Bord kommt. Mit ihm sterben drei weitere Menschen, darunter sein 14 Jahre alter Enkel.

2011 besucht die Queen als erstes britisches Staatsoberhaupt das unabhängige Irland - demonstrativ in Grün, der Nationalfarbe Irlands.

Prinz Philip und Lord Louis Mountbatten bei einer Parade der Königlichen Marine in Eastney, Southsea am 27.10.1965.
Lord Louis Mountbatten (li) und sein Neffe Prinz Philip (re). Bildrechte: dpa

Fremder Besuch im Schlafzimmer

Am 9. Juli 1982 schleicht sich Michael Fagan durch ein offenes Fenster ins Schlafzimmer der Königin im Buckingham Palast. Die schreckt hoch und steht dann auf, um den Sicherheitsdienst zu holen. Brav setzt er sich aufs königliche Bett und wartet. Später sagt sie, ihr sei sofort klar gewesen, dass der Mann keiner ihrer Diener sei - die schlagen nämlich nicht mit den Türen.

Prinz Philip stirbt nach 73 Jahren Ehe

Prinz Philip, Herzog von Edinburg, stirbt am 9. April 2021 im Alter von 99 Jahren auf Schloss Windsor - nur zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag. Im November hatten er und die Queen ihren 73. Hochzeitstag gefeiert. Elizabeth hatte ihren Ehemann einst als "meine Stärke und mein Fels in all den Jahren" bezeichnet. Nun geht sie allein durchs Leben.

Schlicht aber emotional fällt die Trauerfeier - coronabedingt - im kleinen familiären Kreis aus. Und der beliebte Prinzgemahl bleibt ein Unikat bis zum Schluss. Sein Sarg wird in einem Hybrid-Land Rover zur Kirche gefahren. Er selbst wollte "kein großes Tamtam".

Beerdigung Prinz Philip
Die Kinder und Enkel folgen dem Sarg zu Fuß, die Queen dahinter im Bentley. Bildrechte: IMAGO / Starface

Attentatsversuch auf die Queen

Während der jährlichen Truppenparade zu Ehren ihres Geburtstags, feuert 1981 der erst 17-jährige Marcus Sarjeant sechsmal auf Elizabeth. Glücklicherweise nur mit Platzpatronen. Doch das hätte auch anders ausgehen können, denn der Schütze wollte ursprünglich ein Gewehr mit scharfer Munition verwenden. Sarjeant muss für drei Jahre ins Gefängnis.

1992 - das "Schreckensjahr"

1992 geht für die Queen als "annus horribilis" - als "Schreckensjahr" in die Geschichtsbücher ein. Mit diesem Ausdruck spielt sie auf verschiedene Ereignisse an:

  • Im März trennen sich ihr Sohn Andrew und dessen Ehefrau Sarah Ferguson
  • Das Empire zerbricht endgültig, da Mauritius in eine Republik umgewandelt wird
  • Im April lassen sich ihre Tochter Anne von Mark Phillips scheiden
  • Im Oktober fliegen Elizabeth bei einem offiziellen Besuch in Dresden Eier entgegen - als Protest gegen die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg
  • Im November brennt Windsor Castle lichterloh

Schloss Windsor brennt, 1992
Etliche Kunstgegenstände verbrannten in Schloss Windsor. Bildrechte: dpa

Zu allem Überfluss erscheint auch noch das Enthüllungsbuch "Diana: Ihre wahre Geschichte" von Andrew Morton, an dem die Prinzessin selber maßgeblich mitgewirkt hatte und das der unglücklichen Ehe mit Charles endgültig den Todesstoß verleiht.

Diana: Die "Königin der Herzen" stirbt

Diana Spencer, "Königin der Herzen" und nunmehr Ex-Schwiegertochter, kommt am 31. August 1997 in Paris bei einem Autounfall ums Leben. Mit nur 36 Jahren. Elizabeth macht zu dieser Zeit Urlaub auf Schloss Balmoral, wie jeden Sommer.

Französische Polizeibeamte verladen in Paris das Fahrzeugwrack, in dem Prinzessin Diana und ihr Begleiter, der ägyptische Millionär Dodi al-Fayed, ums Leben gekommen sind.
In Paris sterben Diana und ihr Begleiter, der ägyptische Millionär Dodi al-Fayed, nach einem Autounfall. Bildrechte: dpa

Nach einem einzigen öffentlichen Kirchgang schirmt die Königin ihre Enkel William und Harry fünf Tage lang vom immensen Medieninteresse ab. Kein offizielles Wort des Bedauerns, keine Flaggen auf halbmast am Buckingham Palast. Die meisten Briten sind entsetzt über die vermeintlich emotionale Kälte der Queen.

Unter diesem Druck stimmt sie einer Fernsehansprache zu, aber erst am Tag vor Dianas Beerdigung. Darin bringt Elizabeth ihre Bewunderung für Diana und ihre "großmütterlichen Gefühle" für ihre Enkel zum Ausdruck. Für viele Briten kommt diese versöhnliche Geste zu spät, die Beliebtheit des Königshauses sinkt auf den Nullpunkt. Da hilft es auch nichts, dass sich die Königin vor Dianas Sarg verneigt und ihr Respekt zollt.

Prinz William (l-r), Dianas Bruder Graf Spencer, Prinz Harry und Prinz Charles stehen hinter dem Sarg von Prinzessin Diana auf dem Weg zur Trauerfeier in der Londoner Westminster Abtei, 1997
15 und 12 waren William und Harry, als sie ihre Mutter zu Grabe tragen mussten. Bildrechte: dpa

2002 - Freud und Leid

2002 feiert Elisabeth ihr goldenes Thronjubiläum. Das aber steht im Zeichen der Trauer. Ihre Schwester Margaret und ihre Mutter sterben binnen eines Monats. Margaret war bereits von zwei Schlaganfällen gezeichnet. Queen Mum erreichte das stolze Alter von 101 Jahren.

Die britische Königinmutter (l) und Prinzessin Margaret
Königinmutter Elizabeth und ihre Tochter Margaret. Bildrechte: dpa

Prinz Andrew - der tiefe Fall des Lieblingssohnes

Prinz Andrews tiefer Fall vom Lieblingssohn der Queen zum Verbannten der Familie ist machte erst kürzlich Schlagzeilen. Schon im Kindesalter gilt Andrew als anstrengend und verwöhnt, nach einer Karriere bei der Marine heiratet der begehrte Junggeselle die Bürgerliche Sarah Ferguson. Die Ehe hält nur sechs Jahre. Bald tauchen Fotos der barbusigen "Fergie" auf, während ihr Finanzberater an ihren Zehen lutscht.

Nach seiner Scheidung lässt es "Randy Andy" - der scharfe Andy - richtig krachen. Als britischer Handelsbeauftragter lernt er Multimillionär Jeffrey Epstein und dessen Freundin Ghislaine Maxwell kennen. Dann der Sex-Skandal: 2019 behauptet Virginia Giuffre, Andrew habe sie im Jahr 2001 mehrfach vergewaltigt. Da war sie erst 17 Jahre alt und eines der Opfer aus dem Epstein-Maxwell-Mädchenring. In einem BBC-Interview redet sich der Sohn der Queen um Kopf und Kragen.

Prinz Andrew
Prinz Andrew - vom verwöhnten Bengel zum Außenseiter der Royal Family. Bildrechte: imago images/Parsons Media

Maxwell wird Ende 2021 wegen Menschenhandels mit Minderjährigen schuldig gesprochen, Epstein erhängt sich als verurteilter Sexualstraftäter in seiner Zelle. Und Andrew einigt sich mit Giuffre, bevor ein peinlicher Zivilprozess einen dunklen Schatten auf das 70. Thronjubiläum seiner Mutter werfen kann. 14 Millionen Euro soll es gekostet haben.

Im Zuge der Missbrauchsklage muss Andrew sämtliche militärische Ehrentitel und Orden zurückgeben, darf sich nicht mehr "seine königliche Hoheit" nennen. Selbst auf das offizielle Hochzeitsfoto seiner Tochter Beatrice darf er nicht.

Harry kehrt der Familie den Rücken

Harry galt immer als Lieblingsenkel der Königin. Und als Lieblings-Royal der Briten. Egal, ob er mit Saufgelagen oder im spaßig gemeinten Nazi-Outfit für Stirnrunzeln sorgte. Doch nach der Hochzeit mit US-Schauspielerin Meghan Markle wendet sich rasch das Blatt.

Um vor Paparazzi sicher zu sein, siedeln beide nach Kalifornien über. "Normal" wollen sie leben, ohne königliche Verpflichtungen, sich ganz der Wohltätigkeit widmen.

Doch von Privatheit ist nichts zu spüren, die Sussexes geraten wiederholt ins Kreuzfeuer der Klatschpresse. Grund: Harry rechnet gnadenlos mit seiner Familie ab. Öffentlich!

Das "Skandal-Interview" mit Talk-Legende Oprah Winfrey erschüttert den Buckingham Palast bis ins Mark. Rassisten sollen dort wohnen, die sich Sorgen machen über die Hautfarbe von Meghans ungeborenem Baby. Die depressive Schwangere sei gemobbt worden, Harry beschuldigt seinen Vater der Lieblosigkeit, er selbst sei ein Gefangener der "Familienfirma" gewesen.

Trotzdem beklagen sich beide darüber, dass ihnen der Palast den Geldhahn zudreht und nicht einmal für das Sicherheitspersonal bezahlen will. Nur über seine Oma, die Queen, schwärmt Harry in höchsten Tönen. Bringt nichts. Derzeit sind die Sussexes unbeliebt wie nie.

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