Formalitäten und Zeremoniell Das passiert nach der Geburt von "Baby Sussex"

BRISANT | 07.05.2019 | 17:15 Uhr

Prinz Harry und Meghan sind moderne Eltern und wollen bei ihrem Sohn sicherlich einiges anders machen, als bislang bei den Royals Sitte. Dennoch müssen sie sich nach der Geburt ihres ersten Kindes an ein bestimmtes Zeremoniell und Formalitäten nach alter Tradition halten.

Prinz Harry und Herzogin Meghan
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Bekanntgabe des freudigen Ereignisses

Die frisch gebackenen Eltern verkündeten die Geburt ihres Sohnes am Montag (06.05.) auf ihrem Instagram-Konto. Zuvor wurden aber Harrys Großmutter, Königin Elizabeth II., sowie andere Mitglieder der Königsfamilie informiert. Außerdem wurde nach guter alter Sitte auf dem Vorhof des Buckingham-Palastes eine Staffelei mit einer Bekanntmachung der Geburt aufgestellt, die von Ärzten des Palastes unterzeichnet war. Die Geburt dürfte außerdem noch mit Kanonenschüssen und 21 Gewehr-Salutschüssen auf einem der königlichen Anwesen sowie weiteren 21 Salutschüssen im Tower von London gewürdigt werden. An allen staatlichen Einrichtungen wird der Union Jack, die britische Flagge, gehisst.

Rätselraten um Namen und Titel

In England und Wales müssen alle Neugeborenen binnen 42 Tagen von einem Krankenhaus oder einer örtlichen Behörde ins Geburtenregister eingetragen werden. Innenminister Sajid Javid wird den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan über die Geburt von Harrys Sohn unterrichten. Der Privatsekretär von Elizabeth II. informiert die Generalgouverneure und anderen Vertreter der Queen in den Commonwealth-Ländern. Der Name des Nachwuchses wurde noch nicht mitgeteilt. Harry zufolge könnte es am Mittwoch so weit sein. Die Namen der ersten beiden Kinder von Harrys älterem Bruder William waren jeweils zwei Tage nach ihrer Geburt bekanntgegeben worden. Bei Louis, dem kleinen Bruder von George und Charlotte, dauerte es vier Tage. Bei britischen Buchmachern stehen für den Sohn von Harry und Meghan James, Arthur, Philip oder Albert hoch im Kurs. Auch der Titel von Harrys Kind wurde noch nicht verkündet. Möglicherweise könnte er Earl von Dumbarton werden und damit den ersten Beinamen seines Vaters übernehmen. Als Prinz kann sich der Kleine aber erst anreden lassen, wenn sein Großvater Charles König wird. Bis dahin könnte die Queen eine Ausnahme für ihren achten Urenkel beschließen.

Feierliche Taufe

Harrys Kind wird in die Kirche Englands aufgenommen. Auch Meghan war vor ihrer Hochzeit im Mai 2018 zum anglikanischen Glauben übergetreten. Bei der Taufe wird das Baby voraussichtlich eine 2008 angefertigte Nachbildung des langen Taufkleides aus Spitze und Seide tragen, das 1841 für die älteste Tochter von Königin Victoria angefertigt worden war. Das Original wurde bis 2004 von 62 Kindern der königlichen Familie getragen, dann aber zu seinem Schutz durch die Replik ersetzt. Traditionell werden die Royal Babies vom Erzbischof von Canterbury in der Kapelle des St. James-Palast in London getauft. Dabei wird Wasser aus dem Fluss Jordan verwendet, das in ein prächtiges, mit Lilien verziertes Taufbecken fließt. Die Kinder aus der königlichen Familie haben in der Regel sechs Paten, die den Täufling in seinem Leben begleiten und insbesondere in Glaubensfragen zur Seite stehen sollen.

red/afp

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Mai 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Mai 2019, 14:44 Uhr

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