Corona-Schutz-Verordnung Kostenlose FFP2-Masken: Wer bekommt sie?

Ältere Menschen und sogenannte Risikopatienten gilt es in der Corona-Pandemie ganz besonders vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Virus zu schützen. Dabei sollen FFP2-Masken helfen. Der Staat unterstützt Betroffene bei dieser vergleichsweise kostenintensiven Schutzmaßnahme. Die ersten drei FFP2-Masken können von den dazu berechtigten Menschen jetzt kostenlos in der Apotheke abgeholt werden.

Eine Apothekerin zeigt eine FFP2 Maske
Die ersten drei FFP2-Masken sind für ältere Menschen ab 60 und Risikopatienten kostenlos. Danach können zweimal sechs Masken zu einem Eigenanteil von je zwei Euro (pro sechs Masken) erworben werden. Bildrechte: imago images / Markus van Offern

Am Dienstag, den 15. Dezember, ist sie in Kraft getreten: die Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Seitdem können sich Über-60-Jährige sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder Corona-Risikofaktoren drei kostenlose FFP2-Schutzmasken in der Apotheke abholen. Berechtigt sind rund 27 Millionen Deutsche.

Personalausweis mitbringen!

Um die kostenlosen Masken in der Apotheke zu erhalten, ist laut Bundesgesundheitsministerium die Vorlage des Personalausweises "oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen" ausreichend. Zur Abholung kann auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Hektisch zur Apotheke laufen muss trotzdem niemand. Bis zum 6. Januar können die ersten drei kostenlosen Masken abgeholt werden.

Menschen stehen vor einer Apotheke in Radebeul nach kostenlosen FFP2-Masken an
Schlangestehen muss eigentlich niemand: Die ersten drei kostenlosen FFP2-Masken können bis zum 6. Januar in der Apotheke abgeholt werden. Bildrechte: Ch. Stelzner

Weitere zwölf FFP2-Masken ab Januar - mit Eigenanteil

Ab dem 1. Januar können Berechtigte weitere zwölf Masken erhalten. Dafür werden sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte von ihrer Krankenkasse Coupons für zweimal je sechs FFP2-Masken bekommen. Dann soll auch ein Eigenanteil von jeweils 2 Euro für je sechs Masken fällig werden. Der Bund unterstützt die Aktion mit insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro.

Wer hat Anspruch auf die kostenlosen bzw. bezuschussten FFP2-Masken?

Anspruch auf die kostenlosen FFP-Masken haben

  • alle Menschen über 60 Jahre,
  • Personen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Asthma,
  • mit chronischer Herzinsuffizienz,
  • starker chronischer Niereninsuffizienz,
  • mit Demenz oder nach einem Schlaganfall,
  • Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2,
  • mit aktiver, fortschreitender oder metastasierter Krebserkrankung oder stattfindender Chemo- oder Radiotherapie,
  • nach einer Organ- oder Stammzellentransplantation,
  • Menschen mit Trisomie 21 oder
  • einer Risikoschwangerschaft.

Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bieten zwar auch FFP2-Masken nicht, doch sie senken die Gefahr einer Ansteckung erheblich. Auf Abstand, Hygieneregeln und regelmäßiges Lüften von Innenräumen sollte weiterhin geachtet werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Dezember 2020 | 17:15 Uhr

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