Auch Deutschland betroffen Corona - Kroatien verschärft Einreisebestimmungen für Urlauber

Endlich Urlaub! Das werden sich viele denken und unter anderem in Richtung des beliebten Urlaubslandes Kroatien aufbrechen wollen. Doch ganz so problemlos wie bislang gedacht, ist die Einreise nicht mehr. Vor allem Geduld ist gefragt.

Sunset at the Adriatic coast Selce village
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Kroatien hat überraschend und ohne Vorankündigung die coronabedingten Einreisebestimmungen verschärft. Bislang konnten Bürger aus EU-Staaten mit niedrigen Ansteckungsraten, darunter auch Deutschland, ohne Auflagen und Einschränkungen nach Kroatien reisen.

Kinder unter zwölf nicht betroffen

Seit Donnerstag (01.07.) verlangen die Grenzbeamten von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat ("Grüner Pass"), unabhängig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist, teilte das kroatische Innenministerium mit. Kinder unter zwölf Jahren, die mit einem Elternteil reisen, sind von diesen Bescheinigungen befreit, wenn die Eltern ein gültiges Corona-Zertifikat, einen negativen Test oder eine Impf- bzw. Genesungsbescheinigung vorlegen können.

Bescheinigung über eine erfolgte, doppelte Corona-Schutzimpfung im Impfausweis und in der Coronawarnapp
Auch der gelbe Impfausweis kann zur Vorlage verwendet werden. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Manngold

Lange Staus zwischen Ungarn und Kroatien

Die neuen Regeln haben Auswirkungen. Vor allem auf das Nervenkostüm der Einreisenden. Wegen der verstärkten Grenzkontrollen kam es am Autobahngrenzübergang Gorican an der Grenze zu Ungarn zu langen Staus. Nach Angaben der ungarischen Polizei mussten Reisende zwei bis drei Stunden auf die Grenzabfertigung warten. Der Autobahnabschnitt wird auch von Tschechen, Polen und Slowaken genutzt, die über Ungarn nach Kroatien fahren.

Lange Staus auf dem Weg nach Ungarn.
Auf dem Weg nach Ungarn bilden sich lange Staus. (Themenbild) Bildrechte: dpa

EU-Länder von Regelungen überrascht

Die überraschenden Änderungen der Einreisebestimmungen in Kroatien und die damit verbundenen langwierigeren Kontrollen führten zu Verstimmungen bei der Regierung in Tschechien. "Damit hat niemand gerechnet, wir wurden darüber nicht informiert", beschwerte sich der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis. "Wir wurden von der Änderung überrascht", fügte er hinzu. In Prag rechnet man damit, dass in diesem Sommer eine halbe Million Tschechen in Kroatien Urlaub machen wollen.

(BRISANT/dpa)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 02. Juli 2021 | 17:15 Uhr

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