Bund-Länder-Beratungen Nach Corona-Gipfel: Lockdown bis 7. März verlängert

Die Beschlüsse aus den Corona-Beratungen haben eine Antwort auf die Frage geliefert, wie lange der Lockdown vorerst noch dauern wird. Für die meisten Branchen gilt weiter: Durchhalten! Für Schulen, Kitas und Friseure gilt das allerdings nicht.

Lockdown geschrieben in Scrabble-Buchstaben
Laut Beschlussvorlage wird der Lockdown noch mindestens bis zum 14. März gehen. (Archiv) Bildrechte: imago images / Winfried Rothermel

Die Länder sollen freie Hand für die Öffnung von Schulen und Kitas bekommen - der Lockdown in Deutschland wird aber weitgehend bis zum 7. März verlängert. Das haben die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Mittwoch (10.02.) ergeben. Eine Ausnahme soll es demnach für Friseure geben, die unter strikten Hygiene-Auflagen bereits am 1. März wieder öffnen können. Der nächste Corona-Gipfel ist für den 3. März angesetzt.

Schulen und Kitas sind Ländersache

Die Beschlüsse von Mittwoch sehen vor, dass die besonders umstrittene Öffnung von Schulen und Kitas praktisch in das Ermessen der einzelnen Länder gestellt wird. "Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung", hieß es schon in der Beschlussvorlage, über die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder beraten haben.

Familie im Lockdown
Die Zeiten der ständigen heimischen Kindebrtreuung könnten bald vorbei sein. (Archiv) Bildrechte: Colourbox.de

Friseure können öffnen - Wie weiter bei Einzelhandel und Co.?

Friseurbetriebe können "unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken" den Betrieb am 1. März wieder aufnehmen. Begründet wird dies mit der "Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene", insbesondere ältere Menschen seien darauf angewiesen.

Unklar ist aktuell, wie bzw. wann es für den Großteil der von der corona-bedingten Schließung betroffenen Bereiche weitergehen wird - also vor allem für weite Teile des Einzelhandels, Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser. Weitere Öffnungsschritte sollen aber in jedem Fall erst "bei einer stabilen, deutschlandweiten 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner" erfolgen. Dieser nächste Öffnungsschritt soll die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm umfassen.

Eine Frau geht mit Mund-Nasen-Schutz im Frankfurter Gutleutviertel an einem Friseursalon vorbei, dessen Rollläden heruntergelassen sind.
Friseure können laut Beschlussvorlage am 1. März wieder öffnen. (Archiv) Bildrechte: dpa

Kontaktbeschränkungen bleiben

Bleiben soll es bei den Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich, bei der Verpflichtung zum Tragen wirksamer Masken in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei der Aufforderung, nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu unterlassen. Bestehen bleibt auch die Aufforderung, wo immer möglich im Homeoffice zu arbeiten.

In der Vorlage hieß es bereits, Bund und Länder seien "weiterhin optimistisch, dass allen Bürgerinnen und Bürgern spätestens bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden kann". Dies sei nach den von den Herstellern zugesagten Zulassungsdaten und Liefervolumen erreichbar.

ten/dpa/afp

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 10. Februar 2021 | 17:15 Uhr

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