Corona-Verordnung Mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Vollständig Geimpfte und Covid-19-Genesene haben seit Sonntag wieder mehr Grundrechte. Bundestag und Bundesrat stimmten einem entsprechenden Beschluss zu. Was in der neuen Verordnung steht und was jetzt gilt, erklärt BRISANT.

Bei Frühlingswetter mit Sonnenschein und Wärme sind viele Menschen am Rheinufer und an den Restaurants der Kasematten auf der Uferpromenade in Düsseldorf unterwegs
Auf dem Weg zur Normalität. Seit Sonntag gelten neue Corona-Regeln. Bildrechte: IMAGO / Ralph Peters

Schon vor dem Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern waren Forderungen nach Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene laut geworden. Seit dem 9. Mai haben sie einen Teil ihrer Grundrechte zurückbekommen.

Diese Regeln gelten für Genesene und Geimpfte

  • Ausnahmen von Kontaktbeschränkungen: Sie können sich mit weiteren Geimpften und Genesenen treffen und werden bei Treffen mit Ungeimpften im Familien- oder Freundeskreis nicht mitgezählt.
  • Ausnahme von (nächtlichen) Ausgangsbeschränkungen
  • Ausnahmen von Beschränkungen beim kontaktlosen Individualsport: Joggen geht jetzt in der Gruppe.
  • Zugang ohne Test zu Geschäften, Zoo, Friseur
  • Ausnahmen von Quarantänepflichten - außer bei Einreise aus Gebieten mit Virusvarianten (z.B. Indien)


Ähnlich sieht es mit der Quarantänepflicht für Geimpfte und Genesene aus, wenn sie Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatten. Die besteht nur dann, wenn sich der oder die Betroffene mit einer besonders gefährlichen Mutante des Corona-Erregers infiziert hat.

Frau mit Schutzmaske reicht Papier-Einkaufstasche an Kundin über die Theke an.
Ohne Test zum Shopping! Bildrechte: imago images/photothek

Maskenpflicht für alle bleibt

Die Pflicht zum Tragen einer Maske an bestimmten Orten sowie das Abstandsgebot im öffentlichen Raum gelten allerdings weiter für alle. Die Pandemie sei noch nicht überstanden und ein individuelles Restrisiko bestehe auch bei Geimpften und Genesenen hieß es von der Regierung.

Nachweis einer vollständigen Impfung auf Papier oder digital

Als Beleg für eine vollständige Impfung soll ein Nachweis auf Papier oder digital auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch akzeptiert werden. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Dies ist in der Regel die zweite Impfdosis, lediglich beim Präparat von Johnson & Johnson reicht eine.

Impfpass mit erster und zweiter Corona-Impfung
Wer vollständig geimpft ist, muss das auch nachweisen können - auf Papier oder digital. Bildrechte: Imago images/Die Videomanufaktur

Dass man genesen ist, soll man ebenfalls belegen müssen - und zwar mit einem Nachweis eines positiven PCR-Labortests, der mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt. Das ist der sogenannte Genesenen-Nachweis.

Die derzeit verfügbaren klinischen und immunologischen Daten belegen eine Schutzwirkung für mindestens sechs Monate nach einer überstandenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Übrigens gilt als geimpft, wer als Genesener die erste Impfdosis bekommen hat.

(BRISANT/dpa/bundesregierung)

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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 16. Mai 2021 | 17:00 Uhr

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