Balearen Reisewarnung für Mallorca aufgehoben - Osterurlaub möglich

In den Osterferien ans Mittelmeer? Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen auf Mallorca ist die Reisebeschränkung seit dem 14. März aufgehoben. Was das für Urlauber bedeutet, erklärt BRISANT hier.

Viele Menschen an einem sommerlichen Strand in Mallorca.
An Ostern wieder möglich: Baden vor der Stadtkulisse von Palma de Mallorca. Bildrechte: IMAGO

Die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen gilt seit dem 14. März nicht mehr als Risikogebiet. Dasselbe gilt für die anderen Balearen-Inseln und einige spanische Festlandsregionen. Das hatte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag beschlossen.

Die Neuinfektionen liegen auf den Balearen bei nur noch 21 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Grenzwert für die Einstufung als Risikogebiet liegt bei 50.

Auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt nun nicht mehr. Das bedeutet: Urlaub auf Mallorca ist wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich.

Für die Festlandregionen Kastilien-La Mancha, Valencia, Extremadura, Murcia und Rioja wurde die Reisewarnung zum 14. März ebenfalls aufgehoben.

Alarmzustand gilt in Spanien weiterhin

Da in zwei Wochen die Osterferien beginnen, Urlaub aber in Deutschland aller Voraussicht nach flach fällt, lockt ein Kurztrip nach Malle. Vermieter von Hotels und Ferienwohnungen hierzulande schauen in die Röhre. Doch Vorsicht! Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die spanischen Gebiete wird weiterhin abgeraten.

Der Alarmzustand gilt in Spanien weiterhin bis zum 6. Mai! Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr. Zusammenkünfte von mehr als sechs Personen sind untersagt. Ob diese Regeln aufgehoben werden, ist noch unklar.

Sind Hotels überhaupt offen?

Zur Zeit sind die meisten Hotels auf den Balearen noch geschlossen. Laut einer Sprecherin des Hotelverbands FEHM auf Mallorca sollen nur rund 50 der 1.000 Hotels geöffnet sein. Die großen Hotelketten Meliá, Hipotels, Grupotel sowie Iberostar und Barce Barceló öffnen frühestens Mitte April.

Doch nicht nur in El Arenal steigt die Vorfreude auf Urlauber, viele kleinere Hotels bereiten sich mit aufwändigen Hygienekonzepten vor. Auch Ferienhäuser oder Appartments sind zu haben.

Party machen ist trotzdem nicht drin. Clubs sind zu! Ab 22 Uhr gilt die Sperrstunde. Restaurants, Cafés und Kneipen dürfen ihre Außenbereiche nur bis 17 Uhr öffnen. Ab dem 15. März dann auch die Innenbereiche - aber nur ein Drittel der Kapazität dort auslasten. Erlaubt sind Vierertische mit Personen aus maximal zwei verschiedenen Haushalten. 

Die Strände sind nur tagsüber geöffnet, dort dürfen maximal sechs Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen, die Masken tragen müssen. Nur, wenn man auf dem Strandtuch liegt, oder beim Sport darf man die Maske ablegen.

Strand von Alcúdia, im Norden der spanischen Insel Mallorca
Noch leer: Strand von Alcúdia Bildrechte: imago images/Agencia EFE

Reiseveranstalter atmen auf

Alle Reiseveranstalter registrieren einen sprunghaften Anstieg der Buchungen - schon am Sonntag hoben die ersten Flieger ab! Der Reiseveranstalter TUI zieht den Saisonstart daher vor. Ab dem 21. März starten Flüge von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf nach Mallorca. "Die Aufhebung der Reisebeschränkung ist ein wichtiges Signal für den Tourismussektor", erklärte Marek Andryszak, Chef von TUI Deutschland. "Wenn wir alle umsichtig unterwegs sind, werden sich weitere Regionen wieder besuchen lassen."

Lufthansa und Eurowings rüsten ihre Flugpläne ebenfalls kräftig auf. Ab München werden bis zu elf wöchentliche Verbindungen angeboten, ab Frankfurt bis zu 20. Eurowings startete schon am Sonntag, den 14. März, mit den ersten Urlaubsfliegern - und die waren ausgebucht.

Wer bei den Veranstaltern Dertour, ITS und Jahn Reisen vom 16. bis 22. März 2021 eine Flugpauschalreise nach Mallorca im Reisezeitraum 27. März bis 30. April 2021 bucht, erhält den für die Hin- und Rückreise erforderlichen PCR-Test kostenlos.

Der Reiseveranstalter Alltours will den Betrieb in den Hotels der Eigenmarke Allsun, die an der Playa de Palma, in Alcudia und Cala Millor stehen, bereits ab dem 17. März wieder aufnehmen.

Was Reisende wissen müssen

Alle Reisenden ab einem Alter von sechs Jahren, die auf dem Luft- oder Seeweg nach Spanien einreisen und aus einem Risikoland/-gebiet (Deutschland!) kommen, müssen einen negativen PCR-Test vorweisen können. Er darf höchstens 72 Stunden alt sein.

Das Ergebnis muss elektronisch oder in Papierform auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Deutsch vorliegen und folgende Angaben enthalten:

  • Name des Reisenden
  • Pass- oder Personalausweisnummer (diese Nummer muss identisch sein mit der Pass-/Ausweisnummer, die im elektronischen Einreiseformular verwendet wurde)
  • Datum der Testabnahme
  • Kontaktdaten des Labors
  • angewandtes Testverfahren
  • negatives Testergebnis

Flugreisende müssen zusätzlich ein Gesundheitsformular ausfüllen - frühestens 48 Stunden vor Einreise. Der Registrierungscode wird am Flughafen kontrolliert.

Es besteht die grundsätzliche Pflicht, die spanische Corona-App Radar COVID zu aktivieren.

Ibiza und Formentera sind noch abgesperrt. Beide Inseln können nur aus triftigen Gründen verlassen oder betreten werden. Auf Ibiza sind Bars, Cafés und Restaurants geschlossen! Reisen dorthin sowie in den Großteil des spanischen Festlandes sagte TUI daher noch bis Mitte April ab. Auch die kanarischen Inseln gelten weiterhin als Risikogebiete.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. März 2021 | 17:00 Uhr

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