SPD-Parteivorsitzenden Manuela Schwesig während Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus.
Legt ihren kommissarischen SPD-Vorsitz aufgrund ihrer Brustkrebs-Erkrankung zurück: Manuela Schwesig Bildrechte: imago images / Reiner Zensen

Ein schwerer Schlag Rücktritt von SPD-Vorsitz: Manuela Schwesig hat Brustkrebs

BRISANT | 10.09.2019 | 17:15 Uhr

Wegen einer Brustkrebs-Erkrankung tritt Manuela Schwesig von ihrem Amt als kommissarische SPD-Vorsitzende zurück. Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern möchte sie aber dennoch bleiben. Die 45-jährige Politikerin gibt sich zuversichtlich, wieder vollkommen gesund zu werden.

SPD-Parteivorsitzenden Manuela Schwesig während Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus.
Legt ihren kommissarischen SPD-Vorsitz aufgrund ihrer Brustkrebs-Erkrankung zurück: Manuela Schwesig Bildrechte: imago images / Reiner Zensen

In einem persönlichen Schreiben wendet sich Manuela Schwesig an ihre Parteigenossen der SPD und erklärt ihren Rücktritt vom Amt der kommissarischen SPD-Vorsitzenden. Schwesig bedauert diesen Schritt, in der für ihre Partei stürmischen "Zeit des Umbruchs". Doch der Grund für diesen Schritt ist mehr als ernst: Manuela Schwesig ist an Brustkrebs erkrankt. Dennoch gibt sich die 45-Jährige zuversichtlich.

Nach intensiven Gesprächen mit meinen behandelnden Ärzten bin ich sehr zuversichtlich, dass ich wieder vollständig gesund werde. Daher habe ich mich entschieden, das Amt der Ministerpräsidentin und der Landesvorsitzenden der SPD-Mecklenburg-Vorpommern auch weiter auszuüben.

Manuela Schwesig spd.de

Zugleich verweist Schwesig auf die vielen Frauen in Deutschland, die jedes Jahr mit der schockierenden Diagnose Brustkrebs fertig werden müssen. Viele von ihnen zeigten, dass ein couragierter Umgang mit der Krankheit und Berufstätigkeit vereinbar seien: "Ich habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und ich werde auch diesen Kampf führen."

Schwesig weiterhin Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Manuela Schwesig mit ihrer Familie vor ihrer Wahl zur Ministerpräsidentin im Schweriner Landtag.
Manuela Schwesig mit Ehemann Stefan, Sohn Julian und Tochter Julia im Jahr 2017 vor ihrer Wahl zur Ministerpräsidentin im Schweriner Landtag. Bildrechte: imago/Fotoagentur Nordlicht

Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern möchte Manuela Schwesig weiterhin bleiben. Lediglich "zusätzliche Aufgaben" wird die Politikerin in naher Zukunft nicht wahrnehmen können - und das ist nur zu verständlich. Immerhin ist Schwesig nicht nur eines DER Gesichter der SPD, sondern auch familiär eingespannt. Ihre Kinder Julia und Julian sind drei und zwölf Jahre alt. Seit dem Jahr 2000 ist Schwesig mit ihrem Mann Stefan verheiratet. Das Amt der Ministerpräseidentin hatte Schwesig im Jahr 2017 in Nachfolge von Erwin Sellering übernommen, der seinerseits an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war.

Bundeskanzlerin Angela Merkel reagiert betroffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte betroffen auf Schwesigs Erkrankung. Über ihren Sprecher Steffen Seibert ließ sie mitteilen: "Ich habe mit ihr telefoniert und ihr von Herzen gewünscht, dass sie wieder ganz gesund wird, dazu Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit".

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 10. September 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 09:06 Uhr

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