Vater mit Kind
Immer mehr Männer möchten mehr Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder übernehmen. Familienministerin Giffey will das fördern. Bildrechte: imago/Westend61

Reformen angekündigt Mehr Rechte für Väter: So will die Familienministerin das Unterhaltsrecht ändern

BRISANT | 13.03.2019 | 17:15 Uhr

Väter von Trennungskindern sollen zukünftig rechtlich bessergestellt werden. Familienministerin Franziska Giffey kündigte dazu Reformen des Sorge- und Unterhaltsrechts an. Änderungen soll es auch beim Elterngeld geben.

Vater mit Kind
Immer mehr Männer möchten mehr Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder übernehmen. Familienministerin Giffey will das fördern. Bildrechte: imago/Westend61

Familienministerin Franziska Giffey will das Unterhaltsrecht reformieren. Väter, die Kinder mitversorgen, sollen nach den Vorstellungen der Politikerin nicht mehr den vollen Unterhalt zahlen müssen. Es sei eine gute Sache, dass nach Trennungen immer mehr Väter weiter die Erziehungsverantwortung tragen wollen, sagte Giffey. "Wir brauchen deshalb sowohl eine Reform des Sorge- und Umgangsrechts, als auch Änderungen im Unterhaltsrecht, die möglichst viel Flexibilität für verschiedene Betreuungsmodelle lassen", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Entscheidungsfreiheit für Eltern

Der Staat könne aber keine allgemeinverbindlichen Lösungen vorschreiben, erklärte die Ministerin. Mit Blick auf Forderungen der FDP nach Einführung eines sogenannten Wechselmodells, bei dem Trennungskinder abwechselnd eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Vater verbringen, sagte sie: "Jedes Elternpaar muss den richtigen Weg dafür finden. Bei manchen funktioniert das Wechselmodell gut. Bei anderen geht es gar nicht, da gibt es jede Woche ein Drama."

Änderungen auch beim Elterngeld

Die Familienministerin kündigte auch eine Reform des Elterngelds an. Ziel sei, dass Väter noch mehr Zeit mit ihren Babys verbringen können. Zwar sei der Anteil der Männer, die sich zu Hause um ihre Neugeborenen kümmerten, seit Einführung des Elterngelds vor zwölf Jahren von drei auf heute über 35 Prozent gestiegen. Aber "das Rad dreht sich weiter, und mit ihm die Wünsche und Erwartungen von Eltern", sagte Giffey. Ihr Vorschlag kommt nach ihren Worten noch in diesem Jahr auf den Tisch.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 13. März 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. März 2019, 09:07 Uhr

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