Oberbayern Millionenschaden bei Brand in Kloster Rottenbuch

BRISANT | 19.09.2018 | 17:15 Uhr

Er wurde erst vor kurzem fertig saniert, dann zerstören Flammen den Dachstuhl eines Gebäudes von Kloster Rottenbuch. Und das wenige Monate vor Ende der Renovierung an dem Haus. Der Schaden ist immens!

Feuerwehrleute löschen im Bereich des Klosters Rottenbuch den Dachstuhl eines Gebäudes, der in voller Ausdehnung brennt.
Mehr als 300 Einsatzkräfte waren vor Ort. Sie wurden von Landwirten und Unternehmern unterstützt, die mit Betonmischern und Gülleanhängern Löschwasser brachten. Bildrechte: dpa

Bei einem Großbrand im denkmalgeschützten Kloster Rottenbuch in Oberbayern ist nach ersten Schätzungen der Polizei ein Millionenschaden entstanden. Die Löscharbeiten dauerten bis Mittwochmittag, wie ein Sprecher mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Zerstörtes Stockwerk abgerissen

Dem Sprecher zufolge wurde der Dachstuhl zerstört und das historische Gebäude bis zum Erdgeschoss von Löschwasser beschädigt. Mit Baggern und anderem schweren Gerät rissen die Einsatzkräfte das zerstörte Stockwerk ab, weil das Haus einsturzgefährdet war.

Ein Feuerwehrmann löscht von einer Drehleiter aus den ausgebrannten Dachstuhl von Kloster Rottenbuch, nachdem sich das Feuer selbst neu entfacht hat.
Der Dachstuhl des betroffenen Klosterteils war erst vor Kurzem fertig saniert worden. Bildrechte: dpa

Hat ein Blitzeinschlag den Brand verursacht?

Die Spurensicherung am Brandort werde voraussichtlich mehrere Tage dauern, schätzte der Polizeisprecher. Vor dem Feuer sei ein Unwetter über die Region gezogen. Ob ein Blitzeinschlag den Brand verursacht hat, war zunächst unklar. Zunächst hatten die Ermittler keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung.

Feuerwehrmänner rollen vor dem ausgebrannten Dachstuhl von Kloster Rottenbuch ihre Schläuche zusammen.
Bis Ende des Jahres sollte nach Angaben der Regens-Wagner-Stiftung die zweijährige Sanierung des gesamten Gebäudes für knapp 13 Millionen Euro abgeschlossen werden. Bildrechte: dpa

Kloster Rottenbuch Das vom Brand beschädigte Gebäude war in den Jahren 1750 bis 1753 als Brauhaus des Klosters Rottenbuch gebaut worden. Seit den 1960er-Jahren werden die Räume von schulischen Einrichtungen genutzt. Zunächst waren Nonnen des Don-Bosco-Ordens für die Einrichtung zuständig. 2010 übernahm die Regens-Wagner-Stiftung die Schulen. In dem betroffenen Gebäudeteil sind eine Fachakademie für Sozialpädagogik und eine Berufsfachschule für Kinderpflege untergebracht. Dort lernen nach Angaben der Stiftung 362 Schüler und arbeiten 48 Lehrer.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 19. September 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2018, 16:47 Uhr

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