Urteil Großbritannien: Serienvergewaltiger zu 30 Jahren Haft verurteilt

Er gilt als einer der schlimmsten Serienvergewaltiger in der Geschichte Großbritanniens: Reynhard S., der seine männlichen Opfer unter Drogen gesetzt hat, um sich dann an ihnen zu vergehen. Jetzt ist der 36-Jährige zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.

Richterhammer
Fast 200 Männer soll Reynhard S. missbraucht haben. Für 48 Taten ist er jetzt verurteilt worden. Bildrechte: Colourbox.de

Fast 200 Männer sexuell missbraucht

Die britische Justiz hat einen 36-Jährigen wegen des dutzendfachen Missbrauchs an Männern zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Ein Gericht in Manchester befand den Indonesier Reynhard S. wegen Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung sowie sexueller Belästigung von 48 Männern in einem Zeitraum von 2015 bis 2017 für schuldig. Doch das war wohl nur die Spitze des Eisbergs. Nach Angaben der britischen Polizei liegt die Zahl der Opfer, deren Qualen der Täter mit seinem Smartphone aufgenommen hat, bei insgesamt fast 200.

Opfer unter Drogen gesetzt und vergewaltigt

Der Geografiestudent soll seinen Opfern vor Clubs und Diskotheken in der Innenstadt von Manchester aufgelauert haben. Dort habe er den zumeist betrunkenen Männern angeboten, gemeinsam etwas trinken zu gehen oder sie in seine Wohnung eingeladen. Anschließend soll er ihnen Betäubungsmittel verabreicht und sie in bewusstlosem Zustand vergewaltigt haben. Laut BILD habe es der Täter vorwiegend auf heterosexuelle Männer abgesehen.

Symbolfoto Drogenmissbrauch
Erst hat Reynhard S. seine Opfer unter Drogen setzt, dann missbraucht (Symbolfoto) Bildrechte: Colourbox.de

Taten mit dem Handy gefilmt: mehrere Hundert Stunden an Videos

Bereits im Jahr 2017 konnte ein 18-jähriges Opfer fliehen und das Handy des Täters mitnehmen. Auf dem Gerät fanden die Ermittler Bildmaterial der sexuellen Übergriffe - mit einem Datenvolumen, das etwa 250 DVDs entspricht. Eine der vom Täter gefilmten Vergewaltigungen soll ganze acht Stunden gedauert haben. Angesichts der Grausamkeit dieser Taten ist es nicht verwunderlich, dass die zuständige Richterin den Täter mit einem Monster verglichen hat.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 07. Januar 2020 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Januar 2020, 12:37 Uhr

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