Foto eines Mannes vor Schnellrestaurant in Göttinger Innenstadt
Bildrechte: Stefan Rampfel/dpa & Polizeiinspektion Göttingen

Fahndungserfolg nach Bluttaten Doppelmord an Frauen in Göttingen - Tatverdächtiger gefasst

BRISANT | 28.09.2019 | 17:10 Uhr

Anderthalb Tage lebte der Süden von Niedersachsen in Furcht: Ein mutmaßlicher Doppelmörder hatte eine Frau getötet, eine zweite attackiert und schwer verletzt. Beide Frauen starben. Jetzt nahm die Polizei den Mann fest.

Foto eines Mannes vor Schnellrestaurant in Göttinger Innenstadt
Bildrechte: Stefan Rampfel/dpa & Polizeiinspektion Göttingen

Nach etwa 34 Stunden auf der Flucht ist ein mutmaßlicher Frauenmörder in Göttingen gefasst worden. Der 52 Jahre alte Mann wurde am Freitagabend vor einem Schnellrestaurant festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Ein Zeuge hatte den Tatverdächtigen gegen 22:50 Uhr erkannt und die Beamten alarmiert. Polizisten überwältigten den Mann und nahmen ihn fest.

Brutale Tat auf offener Straße - Helferin stirbt an Verletzungen

Laut einem Zeitungsbericht hatte der Mann sein Opfer nach einem Streit auf der Straße zunächst niedergestochen. Danach soll er mit einem Feuerlöscher auf die Frau eingeschlagen, sie mit Benzin übergossen und angezündet haben. Die Polizei wollte zu diesen Details aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. Eine zweite Frau wurde schwer verletzt, als sie helfen wollte. Sie erlag am Samstag ihren Verletzungen. Das teilte der Göttinger Polizeichef Thomas Rath mit. Vom Tatort war der 52-Jährige zunächst auf einem Fahrrad mit Packtaschen geflohen. Schon am Donnerstagabend hatte die Polizei den Göttinger Bahnhof sperren lassen. Mehrere Fernzüge wurden umgeleitet.

Hintergründe zur Tat noch unklar

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Über den Stand der Ermittlungen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag in Göttingen informieren. Die Tat hatte sich in der niedersächsischen Universitätsstadt ereignet: Der Mann soll am Donnerstagmittag gegen 13:00 Uhr bei einem Streit auf offener Straße eine Bekannte umgebracht und eine weitere Frau schwer verletzt haben.

Großfahndung zwischen Göttingen und Hannover

Die Fahndung nach ihm hielt am Freitag die Region zwischen Göttingen und Hannover in Atem. Die Polizei war an mehreren Orten im Einsatz. Auch Hunde und Hubschrauber wurden eingesetzt. Die Polizei suchte öffentlich mit zwei Fotos nach dem mutmaßlichen Täter, der in der Vergangenheit wegen mehrerer Gewaltdelikte verurteilt worden war. Frühmorgens am Freitag wollten ihn Zeugen in einem Nahverkehrszug Richtung Hannover erkannt haben, der deshalb in Elze bei Hildesheim gestoppt wurde.

Flucht durch eingeschlagenes Zugfenster nach brutaler Tat

"Es gab einen Hinweis vom Personal des Zuges auf den Gesuchten", sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeiinspektion Göttingen. "Als die Beamten eintrafen, flüchtete die Person aus dem Zug." Dabei soll der eingeschlossene Mann mit einem Notfallhammer die Scheibe eingeschlagen haben und zu Fuß entkommen sein.

Quelle: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. September 2019 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2019, 18:15 Uhr

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