Ein  Ball im Tornetz
Bildrechte: IMAGO

Der Staatsschutz ermittelt Nach Hitlergruß: Verein schmeißt sieben Fußballer raus

BRISANT | 12.09.2018 | 17:15 Uhr

Eklat in Nordrhein-Westfalen: Beim Mannschaftsfoto zeigten einige Spieler des Fußball-Vereins SC Myhl den Hitlergruß. Der Vorstand reagierte prompt, der Staatsschutz auch.

Ein  Ball im Tornetz
Bildrechte: IMAGO

Das Foto kursierte in den sozialen Netzwerken: Mehrere Spieler der zweiten Mannschaft des SC Myhl sollen beim offiziellen Mannschaftsfoto mit dem Sponsor in Wassenberg (Nordhrein-Westfalen) den Hitlergruß gezeigt haben. Der Vorstand hat sieben Spieler im Alter zwischen 18 und 27 Jahren daraufhin aus dem Verein ausgeschlossen.

Bei Facebook gepostet

Der Vereinsvorsitzende interpretiert das Foto als "dummen Streich", der aber absolut danebengegangen sei. Keiner der Spieler, die jetzt den Verein verlassen müssen, habe Kontakte ins rechte Milieu. Der Sponsor Engin Arslan, ein Deutscher mit türkischen Wurzeln, spricht selbst von einem Spaß. Er hatte das auf seiner Facebook-Seite gepostet - und es auf Wunsch der Spieler schnell wieder gelöscht. Doch zu dem Zeitpunkt hatten es schon mehrere Menschen entdeckt. Das Foto sei nicht ernst gemeint gewesen, sondern Satire, erklärt Arslan. "Ich wollte zeigen, dass wir das auch anders können." Den Hitlergruß haben nach Aussage des Vereins auch Spieler mit Migrationshintergrund gezeigt.

Sponsor abgesetzt

Der Imageschaden sei sehr groß, erklärte der Verein, dem 300 Mitglieder angehören. Der Staatsschutz prüft derzeit, ob eine Straftat vorliegt: Ausschlaggebend dafür sei, wie lange das Foto in der Öffentlichkeit zu sehen war. Von dem Sponsor hat sich der SC Myhl getrennt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 12. September 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2018, 21:00 Uhr

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