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Biontech-Chef Ugur Sahin gibt sich zuversichtlich, dass sein Impfstoff auch bei Omikron vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt. Bildrechte: IMAGO / photothek

Corona-PandemieHilft Biontech-Impfstoff gegen neue Südafrika-Variante Omikron?

Stand: 01. Dezember 2021, 16:48 Uhr

Bislang haben die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna den Mutationen des Coronavirus die Stirn geboten. Nun bereitet die Virusvariante B.1.1.529 aus Südafrika Sorge. Werden die bislang zugelassenen Vakzine auch dagegen helfen? Biontech-Chef Ugur Sahin gibt sich zuversichtlich.

Wirkt der Corona-Impfstoff von Biontech auch gegen die jüngst in Südafrika entdeckte Mutation des Virus? Eine Antwort auf diese Frage kann der Mainzer Impfstoffhersteller in spätestens zwei Wochen geben. Bis dahin rechnet das Unternehmen mit greifbaren Ergebnissen aus bereits laufenden Tests.

Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet.

Biontech

Neue Variante mit zusätzlichen Mutationen am Spike-Protein

Der Haken: Die neue Variante unterscheide sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe.

Die Daten aus nun laufenden Labortests würden Aufschluss geben, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite.

Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf: Biontech-Chef Ugur Sahin gibt sich zuversichtlich

Biontech-Chef Ugur Sahin hat sich mittlerweile zuversichtlich geäußert, dass das Corona-Vakzin seines Unternehmens auch im Fall von Omikron und weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen wird.

Angepasster Impfstoff innerhalb von 100 Tagen verfügbar

Auf den Fall des Falles ist das Unternehmen dennoch vorbereitet. Bereits vor Monaten hat Biontech gemeinsam mit seinem US-Partner Pfizer Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Coronavirus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern.

Dafür seien klinische Studien mit "variantenspezifischen Impfstoffen" gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden.

Als Escape-Variante bezeichnet man eine Virusvariante, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe entzieht.

dpa/BRISANT

(Aktualisiert am 01.12.2021)

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