Corona-Panedmie Omikron-Variante BA.2: Ansteckender aber nicht gefährlicher

Rollt eine sechste Corona-Welle auf Deutschland zu? Der Omikron-Subytp BA.2 breitet sich rasend schnell aus. Studien zufolge ist er aber nicht gefährlicher als sein "Schwester-Virus".

Grafische Darstellung eines Corona-Virus
Die Omikron-Untervariante BA.2 macht in Dänemark bereits die Mehrzahl der Corona-Infektionen aus. Bildrechte: IMAGO / MiS

Omikron ist mittlerweile in Deutschland auf dem Rückzug. Doch im Hintergrund rollt bereits die nächste Welle heran. Der Omikron-Subtyp namens BA.2 breitet sich in vielen Ländern rasant aus, darunter Dänemark, Südafrika und Großbritannien.

Ein Modell der TU Berlin rechnet damit, dass Ende Februar BA.2 die Mehrheit der Covid-19-Infektionen in Deutschland ausmachen wird. Und dass dann die Infektionszahlen erneut ansteigen werden. "Nach allem, was derzeit bekannt ist, ist die BA.2 Unterart nochmals ansteckender als BA.1 [Omikron]", so die Forscher. Der Anteil der BA.2-Infektionen wächst um 85 Prozent pro Woche!

Lauterbach: "Pandemie ist nicht vorbei"

BA.2 könnte somit nach Ansicht des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko)"beunruhigend werden". Das sagte Thomas Mertens der "Schwäbischen Zeitung". Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnte am Freitag: "Wir müssen vorsichtig sein, dass wir nicht glauben, die Pandemie sei vorbei".

Neben einem Corona-Modell steht der Schriftzug Subtyp BA.2
Der Untertyp BA.2 könnte eine sechste Welle in Deutschland auslösen. Bildrechte: IMAGO / Steinach

Studie: Weniger Hospitalisierung bei BA.2

Daten aus Bevölkerungen, in denen BA.2 bereits verbreitet ist, lassen allerdings bislang keine schwereren Verläufe als bei der Omikron-Variante erkennen. Eine klinische Studie aus Südafrika kommt zu dem Schluss, dass das Risiko für eine Krankenhauseinweisung bei Omikron und seiner Schwester-Variante etwa gleich hoch ist. Patienten mussten weniger häufig auf Intensivstationen verlegt werden.

BA.1 und BA.2 unterscheiden sich in 28 Mutationen. Sie ändern das Verhalten des Virus, aber auch seine Struktur. Der Studie zufolge kann BA.2 problemlos und sicher in PCR-Tests erkannt werden.

Die Ergebnisse aus Südafrika lassen sich zwar nicht eins zu eins auf Deutschland mit seiner deutlich älteren Bevölkerungen übertragen. Doch auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Daten zum klinischen Schweregrad hätten keinen Unterschied im Schweregrad zwischen BA.2 und BA.1 ergeben, teilte sie mit. Wäre BA.2 für deutlich schwerere Verläufe verantwortlich als frühere Varianten, hätte das bereits auffallen müssen.

Omikron schützt nicht vor Ansteckung mit BA.2

Eine Studie aus Dänemark legen nahe, dass sich Menschen, die gerade erst mit Omikron infiziert waren, vereinzelt kurz darauf auch mit dem neuen Subtyp anstecken. Von 187 Personen mit einer nachgewiesenen Omikron-Reinfektion hatten sich 47 mit BA.1 infiziert. Betroffen waren vor allem jüngere Menschen unter 20. Fast alle waren nicht geimpft. Die Verläufe waren mild und dauerten im Schnitt vier Tage an.

Ärzteblatt/Schwäbische Zeitung/BRISANT

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. Februar 2022 | 17:15 Uhr

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