Volvo XC90
Bildrechte: dpa

Studie Neuwagen in Deutschland mit immer mehr PS

Ungeachtet der Diskussionen um den Klimawandel kaufen die Deutschen immer PS-stärkere Autos, vor allem Stadt-Geländewagen. Sie hatten laut einer Studie im Durchschnitt 153,4 PS. Im Zusammenhang mit der Studie äußerte sich ein Experte auch zu Tempolimits.

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Die Deutschen kaufen ungeachtet aller Diskussionen um den CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich Neuwagen mit immer mehr PS. Wie eine Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen ergab, hatten Neuwagen im vergangenen Jahr durchschnittlich 153,4 PS. Das waren 1,8 PS oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Studie ergab zudem, dass Dieselmotoren mit im Durchschnitt 168 PS deutlich stärker motorisiert waren als Benziner (146 PS).

Laut Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut pendelt sich der Dieselanteil bei etwa 30 Prozent aller Neuwagen ein. Der Trend zu mehr Stadt-Geländewagen, sogenannten SUV, glich im vergangenen Jahr den abnehmenden Marktanteil für Diesel aus. Letztlich sei auch im laufenden Jahr mit steigenden Durchschnittswerten bei der Motorkraft zu rechnen, da immer mehr Kunden schwere SUV kauften.

Tempolimit kein Einfluss auf Motorisierung

Der Autoexperte Dudenhöffer äußerte sich im Zusammenhang mit der Studie auch zur Diskussion um Tempolimits. Nach seinen Angaben hätte selbst ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen keinen Einfluss auf die Motorisierungswünsche. Das zeige ein Blick in die Schweiz. Dort gebe es scharfe Tempolimits. Trotzdem sei der durchschnittliche Neuwagen mit 170 PS ausgestattet. "Die deutsche Autoindustrie sollte sich also vor dem Tempo-Limit nicht fürchten", sagte Dudenhöffer.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Februar 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2019, 09:41 Uhr