Vierte Corona-Welle 2G und Lockdown für Ungeimpfte: Österreich wieder Hochriskikogebiet

Die vierte Corona-Welle nimmt an Fahrt auf - nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern. Österreich, Tschechien und Ungarn gelten wieder als Hochrisikogebiet für das Coronavirus. In Österreich gilt zudem ab dem 15. November ein Lockdown für Ungeimpfte.

Gebirgszug an einem See in der Dämmerung.
Ab dem 15. November gilt in Österreich ein Lockdown für Ungeimpfte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auf Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Rumänien und Kroatien folgen Österreich, Tschechien und Ungarn. Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen und einer vergleichsweise niedrigen Impfquote von nur 65 Prozent der Gesamtbevölkerung, stuft die Bundesregierung Österreich ab Sonntag, den 14. November als Corona-Hochrisikogebiet ein.

Einzelne Gemeinden Österreichs sollen davon allerdings ausgenommen bleiben. Dazu zählen Mittelberg, Jungholz, Rißtal, Vomp sowie Eben am Achensee.

Corona-Maßnahmen in Österreich: 2G & Lockdown für Ungeimpfte

Erst am Montag hat die österreichische Regierung eine 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt: Zutritt haben nur noch Geimpfte und von Covid-19 Genesene. Außerdem gilt seit Anfang November eine 3G-Regel am Arbeitsplatz, wonach Ungeimpfte regelmäßig negative Tests vorweisen müssen.

Diese zwei Maßnahmen haben zu einem starken Anstieg der Zahl der Erst- und Auffrischungsimpfungen in den vergangenen Tagen geführt. Dennoch steigen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Alpenrepublik weiter stark an. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag in Österreich zuletzt bei über 700 Fällen pro 100.000 Einwohnern. In Oberösterreich erreichte der Wert fast 1.200. Deshalb gilt ab dem 15. November im gesamten Land ein Lockdown für Ungeimpfte.

Flagge Österreichs mit Schriftzug '2G'
Erst am Montag hat die österreichische Regierung eine 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt. Bildrechte: IMAGO / Steinach

Auch Tschechien und Ungarn auf Liste der Hochrisikogebiete

Neben Österreich werden ab Sonntag auch Tschechien und Ungarn von der Bundesregierung als Hochrisikogebiete gelistet. In Tschechien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei einer Impfquote von noch nicht einmal 60 Prozent Erstimpfungen bei fast 600.

Nicht viel besser sieht es in Ungarn aus. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei mehr als 450 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Wann wird ein Land zum Hochrisikogebiet?

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

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Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

dpa/rki.de/BRISANT

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. November 2021 | 17:00 Uhr

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