Zwei Mitarbeiter der Spurensicherung und ein Polizist stehen vor dem Eingang an einem Tatort.
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Polizei ermittelt Tote nach Armbrust-Dramen in Bayern und Niedersachsen

BRISANT | 13.05.2019 | 17:15 Uhr

Nachdem in Passau drei Menschen offenbar durch eine Armbrust getötet wurden, haben Ermittler bei weiteren Untersuchungen zwei weitere Leichen gefunden - im niedersächsischen Wittingen.

Zwei Mitarbeiter der Spurensicherung und ein Polizist stehen vor dem Eingang an einem Tatort.
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Das Armbrust-Drama in Passau zieht weitere Kreise. Die Polizei fand zwei weitere Leichen in einer Wohnung in Niedersachsen. Welche Rolle die Armbrüste in dem Fall spielten, gibt weiter Rätsel auf. Die toten Frauen seien in der Wohnung eines der Passauer Opfer in Wittingen im Landkreis Gifhorn entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Montag. Die Kriminalpolizei Gifhorn werde Hintergründe und die Identitäten der Frauen ermitteln, teilten die Ermittler in Niederbayern mit.

Ein Haus ist mit Polizei-Absperrband gesichert. Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei Leichen in Niedersachsen gefunden
Ein Haus ist mit Polizei Absperrband gesichert. Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei Leichen in Niedersachsen gefunden. Bildrechte: dpa

Drei Tote in Passauer Pension gefunden

Der Fall hatte am Wochenende Aufsehen erregt. Im Zimmer einer Passauer Pension hatten Mitarbeiter am Samstag drei tote Gäste gefunden. In ihren Körpern steckten Pfeile. Die Ermittler stellten zunächst zwei Armbrüste sicher. Später wurde eine weitere Armbrust in einer Tasche gefunden. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen gab es nach ersten Erkenntnissen nicht. In den Körpern von zwei der Toten, die gemeinsam in einem Bett lagen, steckten mehrere Pfeile, wie der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler sagte. Die dritte Tote, die auf dem Boden lag, hatte einen Pfeil im Körper stecken.

Hintergründe unklar - Obduktionsergebnisse Dienstag erwartet

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung steht neben seinem Einsatzwagen.
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Was sich genau in dem Zimmer abspielte, sei weiterhin unklar. Die Leichen eines 53-jährigen Mannes und einer 33-jährigen Frau hätten Hand-in-Hand auf dem Bett gelegen, sagte Feiler. Eine Obduktion soll weitere Erkenntnisse zu den Todesumständen liefern. Die Ergebnisse werden Dienstag erwartet.

Der 53-Jährige und die 33-Jährige waren dem Oberstaatsanwalt zufolge in Berod im Landkreis Westerwald in Rheinland-Pfalz gemeldet, die 30-Jährige im niedersächsischen Wittingen. Bisher ist laut Polizei unklar, in welchem Verhältnis sie zueinander standen. Nach Angaben eines Sprechers des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden können Armbrüste ab dem 18. Lebensjahr frei erworben werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 13. Mai 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2019, 19:02 Uhr

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