Biontech/Pfizer Corona - Angepasster Impfstoff gegen Omikron-Subtyp BA.5 bald verfügbar

Der Impfstoff gegen den Omikron-Subtypen BA.5, der in Deutschland vorherrschend ist, soll bald verfügbar sein. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Lauterbach sogar schon in der "kommenden Woche".

Eine Hand mit blauem Handschuh hält ein Glas mit Impfstoff
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Der an den BA.5-Subtypen angepasste Impfstoff von Biontech/Pfizer soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schon bald zu Verfügung stehen. Das Vakzin werde ab Mitte kommender Woche ausgeliefert, sagte Lauterbach am Freitag (16.09.). Es war erst am Montag (12.09.) von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden.

Stiko berät über Impfempfehlungen

Der BA.1-Impfstoff, der schon vorher zugelassen wurde, werde inzwischen bereits ausgeliefert, so Lauterbach weiter. "Wir haben so viel Impfstoff, dass wir in den nächsten Wochen jeden impfen können, der geimpft werden möchte." Lauterbach verwies darauf, dass auch der BA.1-Impfstoff gut vor den aktuellen Varianten schütze. Offen ist bislang, welcher Impfstoff für welche Gruppen empfohlen wird. Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe in den vergangenen Tagen mehrfach getagt. "Wir werden in der nächsten Woche entsprechende Empfehlungen bekommen", heißt es.

Die Mitarbeiterin eines Impfzentrums hält eine Flasche vom Spikevax Impfstoff von Moderna
Für welche Personengruppen welcher Impfstoff empfohlen wird, soll sich bald klären. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

EMA empfiehlt Standardzulassungen

Für die beiden ursprünglichen mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus hat die EMA indes empfohlen, deren bedingte Zulassung in eine Standardzulassung umzuwandeln. Für die Impfstoffe Comirnaty von Biontech/Pfizer und Spikevax von Moderna bedeute dies, dass die Zulassung nicht mehr jährlich überprüft und erneuert werden müsse, teilte die EMA mit. Für das Ausstellen der dauerhaften Zulassung ist nun die EU-Kommission zuständig.

Studien liefern beruhigende Daten

Für beide Impfstoffe wurde zum Zeitpunkt ihrer Zulassung eine bedingte Genehmigung erteilt. Damit waren die Unternehmen verpflichtet, die Ergebnisse der laufenden klinischen Studien vorzulegen und zusätzliche Daten über die pharmazeutische Qualität des Impfstoffs im Hinblick auf die geplante Ausweitung der Produktion zu liefern. Diese Versuche und zusätzliche Studien hätten nun beruhigende Daten zu wichtigen Aspekten wie der Wirksamkeit der Impfstoffe bei der Verhinderung schwerer Corona-Erkrankungen geliefert. Deshalb sei nun der Weg frei für eine Standardzulassung.


BRISANT/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 17. September 2022 | 17:10 Uhr

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