Erbitterter Streit um Wein-Schloss Hat Angelina Jolie Brad Pitt über den Tisch gezogen?

Einst als Traumpaar gefeiert, jetzt als Dauer-Streithähne in den Klatschspalten: Im Rosenkrieg zwischen Angelina Jolie und Brad Pitt kehrt auch sechs Jahre nach der Scheidung einfach keine Ruhe ein. Im Zentrum der Schlammschlacht: ein Schloss im Süden Frankreichs.

Angelina Jolie und Brad Pitt
Angelina Jolie und Brad Pitt: Vor wenigen Jahren teilten sie ein gemeinsames Familienleben, nun sehen sie sich höchstens vor Gericht. Bildrechte: dpa

Einst galten "Brangelina" als das Traumpaar Hollywoods, doch davon ist schon lange nichts mehr übrig: 2016 reichte Angelina Jolie die Scheidung ein, doch sechs Jahre genügen nicht, um die Wogen zwischen den beiden Schauspiel-Stars zu glätten. Der Rosenkrieg tobt weiter. Immer wiederkehrender Streitpunkt: Ein Weingut in Südfrankreich. 

Das "Château Miraval" gönnte sich das Ex-Paar einst als Liebesnest. Nun ist es nur noch Gegenstand zahlreicher Klagen, obwohl es zumindest teilweise schon längst in die Hände eines anderen gut betuchten Besitzers übergegangen sein soll. Doch gerade das passt Brad Pitt so gar nicht.

Brad Pitt und Angelina Jolie: Aus Liebesnest wird Zankapfel

Es war einmal das glamouröse Paar Jolie-Pitt, dass sich im Jahr 2008 für schlappe 25 Millionen Euro ein Schloss im Süden Frankreichs, genauer zwischen Marseille und Nizza kaufte. Inklusive 600 Hektar Land mit Weinbergen. Hier feierten die beiden 2014 ihre Hochzeit und lebten zeitweise sogar mit ihren drei eigenen und drei adoptierten Kindern.

Brad Pitt versuchte sich mit Erfolg als Winzer, erhielt für seine eigenen Weine sogar Auszeichnungen. Im Jahr 2012 entstand mit "Miraval Côtes de Provence Rosé" der erste Wein aus den Händen von Angelina Jolie und Brad Pitt. Auch heute noch kann man Pitts Weine kaufen – ab 9,90 Euro die Flasche. Laut Brad Pitts Anwälten sei das Weingut eine "Herzensangelegenheit" für den Schauspieler, in das er immer mehr Zeit und Energie investierte als Jolie. Doch die Winzer-Karriere von Brad Pitt könnte bald Geschichte sein. 

Ein Anwesen aus der Luft
Das "Château Miraval" gilt vor allem als Brad Pitts Herzensprojekt. Der möchte verhindern, dass es in fremde Hände gerät. Bildrechte: dpa

Verkaufte Angelina Jolie das gemeinsame Weingut an Putin-Freunde?

Angelina Jolie gehört rechtlich gesehen die Hälfte des Anwesens. Doch die Schauspielerin weigerte sich nach der Scheidung ihren Anteil an ihren Ex zu verkaufen. Stattdessen bevorzugte sie den in Russland geborenen Spirituosen-Unternehmer Yuri Shefler.

Denn Jolie gab ausgerechnet "Tenute del Mondo", einer Tochtergesellschaft der Stoli-Gruppe Yuri Sheflers, im Oktober 2021 den Zuschlag. Und das, obwohl das Ex-Paar laut Pitts Anwälten einst vereinbart haben soll, die eigenen Anteile nicht ohne das Wissen und die Zustimmung des jeweils anderen zu verkaufen.

Den Verkauf will Brad Pitt daher nicht akzeptieren und fechtet ihn juristisch an. Sein Anwaltsteam hat die Akten bereits beim Los Angeles County Superior Court eingereicht.

Möchte Angelina Jolie Brad Pitt schaden?

Der Vorwurf: Angelina Jolie möchte ihrem Ex-Mann mit dem Verkauf bewusst Schaden zufügen. Denn laut Gerichtsdokumenten, die dem "People"-Magazin vorliegen, unterhalte Yuri Shefler "persönliche und berufliche Beziehungen zu Personen aus dem inneren Kreis von Wladimir Putin". Angelina Jolie habe das "Château Miraval" also an einen "Fremden mit schädlichen Verbindungen und Absichten" verkauft, der mit "halsabschneiderischen Geschäftstaktiken" arbeite und "zwielichtige berufliche Kontakte" pflege. 

Stimmen die Vorwürfe, dann würde dies tatsächlich einen enormen Imageschaden für das "Château Miraval" bedeuten. Und das, wo sich das Miraval "zu einem globalen Multimillionen-Dollar-Unternehmen und einem der weltweit angesehensten Hersteller von Roséwein" gemausert hat, so Pitts Anwaltsteam. Jolie hingegen hätte "nichts zum Erfolg von Miraval" beigetragen.

Eine Flasche Miraval Cotes de Provence rose
Eine Flasche des begehrten Pitt-Roséweins gibt es bereits ab 9,90 Euro. Bildrechte: dpa

So wehrt sich Angelina Jolie gegen die Vorwürfe 

Stellt sich für Außenstehende die Frage: Sind die Aussagen Resultate verletzter Eitelkeit eines Ex-Partners oder ist tatsächlich etwas an den Vorwürfen dran? Yuri Shefler hatte sich nach dem Einmarsch der russischen Truppen öffentlich mit der Ukraine solidarisiert. Laut der Anwälte von Brad Pitt sei das jedoch nur ein "verzweifelter Versuch, sich vom Putin-Regime zu distanzieren". Angelina Jolie jedenfalls nimmt die Anschuldigungen nicht einfach so hin und wehrt sich. Angeblich habe sie ihren Ex-Mann in den Verkauf mit einbeziehen wollen. Pitts Klage sei "die Fortsetzung eines falschen Narrativs" und "die Wahrheit ist noch immer nicht öffentlich", so Jolie. 

Schloss-Streit ist nur eine weitere Runde im Rosenkrieg

Angelina Jolie und Brad Pitt lernten sich 2005 bei den gemeinsamen Dreharbeiten zu "Mr. and Mrs. Smith" kennen und lieben. 2014 folgt die Hochzeit, zwei Jahre später reichte Angelina bereits die Scheidung ein. Sie erklärte, die Entscheidung "für die Gesundheit der Familie getroffen zu haben". Seitdem streitet sich das ehemalige Hollywoodpaar nicht nur um das Chateau in Frankreich, sondern auch um das Sorgerecht der Kinder Zahara, Shiloh, Vivienne, Knox und Maddox. Ihr ältester Adoptivsohn Pax ist bereits volljährig und somit nicht mehr Teil des Verfahrens.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 08. Juni 2022 | 17:10 Uhr

Mehr Promi-News