Nächster Rückschlag für Popstar Antrag abgelehnt - Vater bleibt Vormund von Britney Spears

Seit 2020 kämpft Britney Spears vor Gericht um die Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters. Die Entscheidung eines Gerichts in Los Angeles bedeutet nun einen weiteren Rückschlag für die einst erfolgreichste Sängerin der Welt.

Britney Spears
Britney Spears muss einen weiteren Rückschlag vor Gericht hinnehmen. Ihr Vater bleibt vorerst Vormund. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / E-PRESS PHOTO.com

Eine Woche nach der emotionalen Aussage von Popstar Britney Spears vor Gericht ist ihr Antrag auf Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters nach Angaben von US-Medien abgelehnt worden. Damit bleibt Jamie Spears vorerst alleiniger Verwalter des Gesamtbesitzes seiner Tochter. Wie CNN berichtet, bezieht sich die Entscheidung des Gerichts in Los Angeles auf einen Antrag von Spears' Anwalt aus dem Jahr 2020. Der Anwalt hatte darin gefordert, eine Treuhandgesellschaft zum Vormund der Sängerin zu machen und ihrem Vater Jamie Spears die Vormundschaft zu entziehen. Dieser Antrag wurde nun zurückgewiesen.

Vater übernimmt Vormundschaft nach Zusammenbruch

Warum hat der Vater die Vormundschaft? Wegen psychischer Probleme war Spears 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden. Jamie Spears übernahm die Vormundschaft für seine Tochter und regelt seither ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten. Unter seiner Vormundschaft kehrte Spears rasch auf die Bühne zurück. Sie veröffentlichte drei Alben, trat in verschiedenen Fernsehshows auf und übernahm sogar eine Dauershow in Las Vegas. Im Januar 2019 sagte sie jedoch alle Auftritte ab und der Streit um die Vormundschaft begann.

Bildcombo zeigt Jamie Spears, 2012 und Britney Spears, 2017
Seit 2008 hat Jamie Spears die Vormundschaft über seine Tochter Britney. (Archiv) Bildrechte: dpa

Britneys emotionale Aussage vor Gericht

Vor Gericht sagte die Sängerin am 23. Juni in einer 20-minütigen Stellungnahme, sie sei "traumatisiert" und "deprimiert", dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Seine Vormundschaft sei "missbräuchlich". So sei es ihr verweigert worden, ihre empfängnisverhütende Spirale entfernen zu lassen, obwohl sie sich weitere Kinder wünsche. Die Ärzte hätten sie zudem zwangsweise auf Medikamente gesetzt, die sie wie "betrunken" machten. "Ich will nur mein Leben zurück", appellierte Spears an die Richterin. Diese Aussagen seien nach Angaben von CNN bei der jüngsten Entscheidung nicht vom Gericht berücksichtigt worden. Zudem habe Spears' Vater inzwischen beantragt, die Anschuldigung seiner Tochter, ihr sei Lithium verabreicht worden und sie habe gegen ihren Willen Auftritte absolvieren müssen, zu überprüfen.

Britney Spears
Britney beklagte vor Gericht, dass sie keinerlei Entscheidungsgewalt in ihrem Leben habe. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / APress

Absturz der einst bestbezahlten Sängerin der Welt

Mit Hits wie "... Baby One More Time", "Oops!... I Did It Again" und "Toxic" war Britney Spears Anfang der 2000er Jahre die bestbezahlte Sängerin der Welt. Danach häuften sich bei ihr berufliche und private Rückschläge. Nach ihrer Scheidung von Kevin Federline im Jahr 2006 und dem Verlust des Sorgerechts für ihre beiden Kinder wurde sie von Paparazzi barfuß und mit kahlgeschorenem Kopf an einer Tankstelle abgelichtet.

Britney Spears
Britney Spears war Anfang der 2000er Jahre die erfolgreichste Sängerin der Welt. (Archiv) Bildrechte: dpa

Fans, Freunde und Kollegen forden: #FreeBritney

Das öffentliche Interesse an dem Vormundschaftsstreit wurde durch den Dokumentarfilm "Framing Britney Spears" angeheizt, der die rechtliche Entmündigung des Popstars nachzeichnet. Unter dem Hashtag #FreeBritney fordern Spears' Fans ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters. Auch andere Prominente wie Justin Timberlake und Christina Aguilera halten öffentlich zu Britney Spears und unterstützen die #FreeBritney-Aktion.

(BRISANT/afp/dpa)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 01. Juli 2021 | 17:15 Uhr

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