Vormundschaftsstreit Erster Teil-Erfolg für Britney Spears: Sie hat einen Anwalt ihrer Wahl

Erster Punktsieg für Britney Spears im Streit um die Beendigung der Vormundschaft ihres Vaters Jamie. Die einstige Pop-Prinzessin wird ab sofort von einem Anwalt ihrer Wahl vertreten. Und das ist kein Geringerer als Promi-Anwalt Mathew Rosengart. Darf Britney nun bald wieder selbst über ihr Leben bestimmen?

Britney Spears
Britney Spears will ihr Leben endlich wieder selbst in die Hand nehmen und kämpft dafür vor Gericht. Bildrechte: dpa

Erster Punktsieg für Popstar Britney Spears: Die Sängerin, die seit 2008 unter Vormundschaft steht, darf sich ab sofort von einem Anwalt ihrer Wahl vertreten lassen. Das entschied eine Richterin in Los Angeles, nachdem die 39-Jährige in einer erneuten Anhörung vor Gericht diesen Wunsch geäußert hatte.

Britney setzt sich durch: Anwalt Mathew Rosengart übernimmt

Künftig wird Britney Spears in ihren Bemühungen um die Beendigung der Vormundschaft ihres Vaters von Mathew Rosengart vertreten. Der ist als Promi-Anwalt kein Unbekannter. Hollywood-Größen wie Sean Penn, Keanu Reeves und Steven Spielberg zählen zu seinen Klienten.

Er werde sich nach den Wünschen von Spears nun "schnell und aggressiv" dafür einsetzen, ihren Vater Jamie als Vormund abzusetzen, ließ Rosengart nach der Anhörung die Presse wissen.

Matthew Rosengart und Harold Brown
Star-Anwalt Mathew Rosengard (links) mit Politiker Harold Brown. Bildrechte: Getty Images

Schwere Vorwürfe gegen den Vater

Zum ersten Mal hatte Spears vor drei Wochen Vorwürfe gegen ihre Familie, Betreuer und Anwälte erhoben und ein Ende der Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert. Am gestrigen Mittwoch (14. Juli) meldete sie sich erneut per Telefonschalte bei Gericht zu Wort.

Nach eigenen Aussagen plant die Sängerin, ihren Vater wegen Vormundschaftsmissbrauch zu verklagen. Sie sei bedroht worden und habe große Angst vor ihrem Vater. Immer wieder brach der Popstar in Tränen aus.

Bildcombo zeigt Jamie Spears, 2012 und Britney Spears, 2017
Seit 2008 hat u.a. Jamie Spears die Vormundschaft über seine mittlerweile 39-jährige Tochter. Die erhebt schwere Vorwürfe gegen ihn. Bildrechte: dpa

Manager Larry Rudolph und Anwalt Sam Ingham ziehen sich zurück

Spears' erste, öffentliche Stellungnahme in dem Streit hatte hohe Wellen geschlagen. Wenig später kündigte ihr jahrelanger Manager Larry Rudolph, dann machte ihr vom Gericht bestellter Anwalt Sam Ingham einen Rückzieher. Er wolle von seinen Aufgaben entbunden werden, sobald ein Nachfolger gefunden sei, beantragte Ingham Anfang Juli.

Richterin Brenda Penny nahm seine Kündigung am Mittwoch an und setzte Spears' Wunschkandidaten Rosengart ein. Der ging bei der Anhörung gleich zur Sache. Wenn Jamie Spears seine Tochter wirklich lieben würde, träte er als Vormund zurück, sagte der Anwalt.

Unterstützer von Britney Spears demonstrieren mit Plakaten.
#FreeBritney: Die Fans der Sängerin demonstrieren vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles. Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Weltweite Unterstützung durch #FreeBritney-Aktivisten

Dieser Ansicht sind auch viele Prominente und Fans, die Britney Spears unter dem Hashtag #FreeBritney in den sozialen Netzwerken unterstützen. Hunderte von ihnen gingen am Mittwoch in Los Angeles, Washington, London und anderen Städten auf die Straße und forderten mit Sprechchören und auf Plakaten Freiheit für Spears. Die bedankte sich via Twitter für die Unterstützung.

dpa/AFP/BRISANT

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Juli 2021 | 17:35 Uhr

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