Vormundschaftsstreit Britney Spears bald frei? Vater beantragt Ende der Vormundschaft

Geht jetzt alles ganz schnell im Fall Britney Spears? Dass Jamie Spears als Vormund zurücktreten möchte, hatte er bereits angekündigt. Seit geraumer Zeit stehen Britneys Vater, das Management und die Betreuer der Sängerin unter Druck. Die hatte im Sommer bei einer Gerichtsanhörung schwere Vorwürfe erhoben. Jetzt beantragte Jamie Spears das vollständige Ende der Vormundschaft.

Jamie Spears (l), Vater und Vormund der Sängerin Britney Spears, verlässt das Stanley Mosk Gerichtsgebäude in Los Angeles am 24. Oktober 2012 und Britney Spears, Sängerin aus den USA, kommt an zu den Billboard Music Awards in Las Vegas am 17. Mai 2015.
Jamie und Britney Spears - Ende der Vormundschaft in Sicht? Bildrechte: dpa

Jamie Spears will als Vormund seiner Tochter Britney Spears zurücktreten. Der 69-Jährige soll nach übereinstimmenden US-Medienberichten beim Los Angeles County Superior Court einen entsprechenden Antrag auf Beendigung der 13-jährigen Vormundschaft gestellt und damit seine Ankündigung von Anfang August wahr gemacht haben. Von einer erneuten Einsetzung eines Vormundes ist keine Rede mehr.

Entscheidung liegt beim Gericht

Mit dem Antrag gibt Jamie Spears die Verantwortung, ob Britney Spears noch einen Vormund braucht, an das Gericht ab. Seine Tochter habe das Recht, dass ernsthaft geprüft werde, ob eine Vormundschaft nicht mehr erforderlich sei, erklärt der Vater in seinem Schreiben.

Noch im Juli musste das Britney-Lager eine Niederlage vor Gericht einstecken. Damals kamen schwere Vorwürfe der Sängerin gegen ihren Vater, das Management und ihre Betreuer ans Licht. Dennoch sprach sich das Gericht in Los Angeles gegen ein vorzeitiges Ende der Vormundschaft aus.

Nun gilt es abzuwarten, ob der Antrag Seitens des Vaters mehr Erfolg haben wird. Aus seiner Sicht sollen sich die Lebensumstände seiner Tochter so stark verändert haben, dass die Gründe für eine Vormundschaft nicht mehr bestehen.

Britney Spears
Steht seit 13 Jahren unter der Vormundschaft ihres Vaters: US-Sängerin Britney Spears. Bildrechte: dpa

Falsches Spiel von Vater Jamie Spears?

Noch vor einer Woche gab Britney Spears Anwalt Mathew Rosengart bekannt, dass Jamie Spears zwei Millionen Dollar dafür haben wolle, damit er als Vormund seiner Tochter zurücktrete. Man darf bezweifeln, dass dieses Geld wirklich geflossen ist. Britney werde sich nicht einschüchtern oder erpressen lassen, hieß es von Rosengart.

Laut Gerichtsunterlagen soll sich Spears Senior sogar zwölf Jahre lang jeden Monat 16.000 Dollar von den Einnahmen seiner Tochter ausgezahlt haben. Umgerechnet haben sich damit über 2,3 Millionen Dollar angehäuft. Auch um diesen Betrag wird es, neben dem Wunsch nach Selbstbestimmung, im weiteren Gerichtsstreit gehen.

Mathew Rosengart, Anwalt der Popsängerin Britney Spears, verlässt das Stanley Mosk Gericht nach einer Anhörung zur Vormundschaft der Sängerin.
Anwalt Mathew Rosengart Bildrechte: dpa

Neuer Antrag ein Teilerfolg

Für den 29. September ist eine weitere Anhörung vor Gericht im Vormundschaftsstreit angekündigt. Britneys Anwalt sieht im Antrag des Vaters einen weiteren juristischen Sieg für die 39-jährige Sängerin. Fans aus aller Welt feiern die Neuigkeiten mit dem Hashtag #freebritney in den sozialen Netzwerken.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 08. September 2021 | 17:35 Uhr

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