Der britische Schauspieler Peter Mayhew kommt zur Weltpremiere des Films ''Star Wars: The Force Awakens''.
Peter Mayhew wurde 74 Jahre alt. Bildrechte: dpa

"Star Wars" Chewbacca-Darsteller Peter Mayhew gestorben

BRISANT | 03.05.2019 | 17:15 Uhr

Ohne große Worte verlieh Peter Mayhew "Chewbacca", dem treuen Freund von Han Solo, Charakter und Tiefe. Dafür liebten ihn die "Star Wars"-Fans. Nun ist der Brite im Alter von 74 gestorben.

Der britische Schauspieler Peter Mayhew kommt zur Weltpremiere des Films ''Star Wars: The Force Awakens''.
Peter Mayhew wurde 74 Jahre alt. Bildrechte: dpa

Groß, haarig und liebenswert: Peter Mayhews war der Wookie. Seine strahlend blauen Augen waren das einzige, was man von ihm gesehen hat. Aber er war "Chewbacca". Auch wenn sein Text sich auf röhrende Laute beschränkte, drückte ihm Mayhew mit seinen Gesten einen unverwechselbaren Charakter auf. Jetzt ist der britische Schauspieler gestorben. Das gab seine Familie auf Meyhews Twitter-Seite bekannt. Der Darsteller sei bereits am 30. April im Alter von 74 Jahren im amerikanischen Texas verstorben.

Vor Schauspielkarriere Krankenpfleger

Peter Meyhew wurde 1944 in London geboren. Er arbeitete zunächst in einem Krankenhaus, wo er von dem Filmproduzenten Charles Schneer entdeckt wurde. 1977 folgte dann seine erste Filmrolle in "Sindbad und das Auge des Tigers", in dem er einen Minotaurus verkörperte. Und wie kam er an die Chewbacca-Rolle? Aufstehen und dem "Star Wars"-Regisseur die Hand schütteln. Das hat der 2,21-Meter-Mann immer wieder erzählt. George Lucas habe ohne zu zögern sofort gesagt, er habe den richtigen Schauspieler gefunden.

Insiderwissen Zehn Dinge, die Sie (vielleicht) noch nicht über Star Wars wussten

10 Dinge, die du (vielleicht) noch nicht über Star Wars wusstest
1. Der typische „Wusch“-Sound der Lichtschwerter wurde 1977 aus den Geräuschen eines alten Fernsehers und einem Projektor zusammengemixt. Der Sound ist sogar patentiert. In der Realität würde ein Laserschwert übrigens kein Geräusch machen. Bildrechte: imago images / ZUMA Press / Lucasfilm Ltd.
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1. Der typische „Wusch“-Sound der Lichtschwerter wurde 1977 aus den Geräuschen eines alten Fernsehers und einem Projektor zusammengemixt. Der Sound ist sogar patentiert. In der Realität würde ein Laserschwert übrigens kein Geräusch machen. Bildrechte: imago images / ZUMA Press / Lucasfilm Ltd.
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2. Ewan McGregor alies Obi-Wan Kenobi hatte bei den Lichtschwert-Szenen angeblich so viel Spaß, dass er bei jedem Schwertschwung laute Zischgeräusche gemacht hat. Die Szenen mussten deshalb nachträglich neu vertont werden. Bildrechte: IMAGO
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3. Darth Vader ist auch in der Realität nicht sehr beliebt. Gerüchten zufolge konnte Star Wars-Erfinder George Lucas Darth-Vader-Darsteller David Prowse nicht leiden und ließ ihn deshalb nicht an Star Wars-Events teilnehmen. Bildrechte: IMAGO
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4. Fast 40.000 US-Amerikaner forderten vor einigen Jahren in einer Petition einen Todesstern nach Star Wars-Vorbild zu bauen. Die US-Regierung lehnte dies aus finanziellen Gründen ab. Die berechneten Kosten: 850 Trillionen US-Dollar. Also : 850.000.000.000.000.000. Bildrechte: IMAGO
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5. Die Figur des Yoda ist angeblich an Albert Einstein angelehnt. Laut Makeup-Künstler Stuart Freeborn hatte er sich vor allem Einsteins traurige und weise Augen abgeschaut. Bildrechte: IMAGO
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6. Weltweit gibt es Anhänger der Religion „Jediismus“. Sie handeln nach den Maximen der Jedi-Ritter, wie zum Beispiel Disziplin und Demut. In Tschechien bekennen sich 15.000 zum Jediismus. Es gibt aber auch einen deutschen Orden. Bildrechte: IMAGO
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7. Auf der Insel Nui (Neuseeland) kann man mit Star Wars-Münzen bezahlen. Der Einsatz macht aber wenig Sinn, da eine Sammlermünze je nach Prägung bis zu 300 Euro kostet. Im Laden hat sie jedoch nur einen Wert von maximal 2 Euro. Bildrechte: IMAGO
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8. Als erster Filmemacher überhaupt hat sich George Lukas Anteile an den Marketingrechten seines Streifens gesichert. Gute Idee: Ohne T-Shirts und Kaffeetassen wäre er sicher nicht zu einem Vermögen von über 5 Milliarden Dollar gekommen. Bildrechte: IMAGO
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9. Die Boygroup N’Sync hatte einen Gastauftritt als Jedi-Ritter in „Episode II: Angriff der Klonkrieger“. Zumindest fast. Georg Lucas wollte angeblich seiner Tochter einen Gefallen tun, musste aber nach heftiger Fankritik die Boys aus der finalen Version herausschneiden. Bildrechte: IMAGO
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10. Gangsta-Rapper Tupac Shakur bewarb sich für die Rolle des Jedis Mace Windu. Kurz darauf wurde er erschossen, die Rolle bekam Samuel L. Jackson. Bildrechte: IMAGO
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Durchbruch als Chewbacca

Fortan spielte er den besten Freund des von Harrison Ford verkörperten Schmugglers Han Solo - letztmals 2015 im Neustart der Serie in "Das Erwachen der Macht". Dafür habe er sich "aus dem Rollstuhl zurückgekämpft", wie die Familie schrieb. Danach musste er aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Er übergab die Rolle an seinen Nachfolger, den finnischen Darsteller Joonas Suotamo und erklärte ihm die Seele von "Chewbacca".

Chewbacca (Peter Mayhew) und Han Solo (Harrison Ford) wollen Prinzessin Leia Organa befreien.
Peter Mayhew als Chewbacca, gemeinsam mit Harrison Ford als Han Solo in "Star Wars". Bildrechte: imago images / United Archives

"Star Wars" für Mayhew "Viel mehr als ein Film"

Für Mayhew war "Star Wars" viel mehr als ein Film, schreibt seine Familie in der Mitteilung über seinen Tod. Auf Twitter nannte er sich "TheWookieRoars" - der Wookie brüllt. Er war mit anderen Schauspielern gut befreundet und reiste zu vielen "Star Wars"-Fantreffen. Seit vielen Jahren engagierte sich Mayhew auch für wohltätige Organisationen.

"Großer Mann mit einem noch größeren Herz"

Mark Hamill, der Luke Skywalker spielt, nannte Mayhew den "sanftesten aller Giganten". Er sei ein "großer Mann mit einem noch größeren Herz" gewesen.

Abschied für Fans

Wie die Familie mitteilte, soll Ende Juni eine Trauerzeremonie abgehalten werden. Für Fans soll es im Dezember noch einmal eine spezielle Veranstaltung in Los Angeles geben.

Größenvergleich: Chewbacca vs. Mareile Höppner
Größenvergleich: Chewbacca vs. Mareile Höppner Bildrechte: A.P.L. Allstar Picture Library/MDR

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 03. Mai 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Mai 2019, 21:04 Uhr

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