30-jähriges Bandjubiläum Für ihr neues Album machen sich "Die Prinzen" nackig

In der Nachwendezeit der 1990er-Jahre gelang ihnen das, was fast allen anderen Musikern aus der früheren DDR verwehrt blieb: ein gesamtdeutscher Durchbruch. Gegründet haben sich "Die Prinzen" im Jahr 1991 - und feiern in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Vorerst "nur" mit einem neuen Album: "Die Krone der Schöpfung".

Mathias Dietrich (l-r), Henri Schmidt, Alexander Zieme, Sebastian Krumbiegel, Tobias Künzel, Wolfgang Lenk und Jens Sembdner, Mitglieder der Band 'Die Prinzen', beim Fototermin in einem Hotel in der Innenstadt von LEipzig.
Bandfoto zum 30-jährigen Jubiläum: Mathias Dietrich, Henri Schmidt, Alexander Zieme, Sebastian Krumbiegel, Tobias Künzel, Wolfgang Lenk und Jens Sembdner (v.l.n.r.) sind "Die Prinzen". Bildrechte: dpa

Auf die große Sause zum 30-jährigen Jubiläum müssen "Die Prinzen" und ihre Fans aufgrund der Corona-Pandemie bis zum nächsten Jahr warten. Doch ein neues Album gibt's schon jetzt: "Die Krone der Schöpfung".

Klimawandel und Meinungsfreiheit statt Liebe und Herzschmerz

Liebe und Herzschmerz sind nicht unbedingt der Prinzen Ding. Die Ausbildung im Leipziger Thomaner- und Dresdner Kreuzchor, die friedliche Revolution, die Euphorie und die Härten der ersten Nachwendejahre haben ihr Selbstbewusstsein und ihren klaren Blick für die gesamtdeutschen Verhältnisse geschärft.

Frisch, divers und humorvoll behandeln die "Die Prinzen" auf ihrem neuen Album auch schwierige Themen wie den Klimawandel oder die Meinungsfreiheit.

Ich sehe uns als Band in der Rolle, sich über Dinge Gedanken zu machen und über mehr zu singen, als nur über die Liebe und den Herzschmerz - sondern es gibt sehr viele Themen, die uns bewegen. Das schlägt sich automatisch in unseren Songs nieder - was man auf der neuen Platte auch hören kann.

Sebastian Krumbiegel BRISANT

Mathias Dietrich (l-r), Jens Sembdner, Alexander Zieme Henri Schmidt, Wolfgang Lenk, Tobias Künzel und Sebastian Krumbiegel, Mitglieder der Band 'Die Prinzen', gehen beim Fototermin über einen Zebrastreifen.
Was die Beatles konnten, können die Prinzen schon lange: eine Foto-Hommage an die "Abbey Road". Bildrechte: dpa

Klare Band-Entscheidung: Tobias Künzel zieht blank

Spaßbefreit geht's bei den "Prinzen" trotzdem nicht zur Sache - und schon gar nicht prüde. Für das Musikvideo "Dürfen darf man alles" sollte einer der Jungs einen Flitzer geben. Die Wahl fiel auf: Tobias Künzel. Nicht etwa, weil er mit dem durchtrainiertesten Körper punkten kann, sondern weil er sich im Adamskostüm am lustigsten macht - fand zumindest die Band. Tobias hat's mit Fassung getragen.

Die Prinzen
Demokratische Entscheidung: Zunächst zog Jens Sembdner blank, im Video musste Tobias Künzel ran! Bildrechte: Sven Sindt

Alte Klassiker mit Gastmusikern neu eingespielt

Für die treuen Fans, die sie seit drei Jahrzehnten begleiten, gibt's auf dem Jubiläums-Album auch die ein oder andere Überraschung. Fünf ihrer Klassiker - von "Millionär" bis "Küssen Verboten" - haben "Die Prinzen" neu aufgenommen - und sich dafür mit Gastmusikern zusammengetan.

Die Liebesgeschichte von "Gabi und Klaus" klingt zusammen mit Mine so anrührend wie noch nie, und "Schwein sein" macht, was ein gemeinsamer Song mit den "Doofen" wohl einfach machen muss: Spaß.

Cover des Albums 'Krone Der Schöpfung' von Die Prinzen
Das Album zum 30-jährigen Bandjubiläum: "Die Krone der Schöpfung". Bildrechte: picture alliance/dpa/Warner Music

PROGRAMMTIPP: Prinzen-Doku und Studiokonzert

Noch mehr zu "Die Prinzen" und ihrem Jubiläum gibt's im MDR FERNSEHEN. Am 28. Mai, 20:15 Uhr wird die Dokumentation "Legenden - Die Prinzen: Dürfen darf man alles" ausgestrahlt, am 2. Juni, ab 23:40 Uhr ein exklusives Studiokonzert mit den neuen Songs von "Die Krone der Schöpfung".

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. Mai 2021 | 17:15 Uhr

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