Mit 84 Jahren gestorben Ex-"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot

BRISANT | 13.06.2019 | 17:15 Uhr

25 Jahre war Wilhelm Wieben eines der Gesichter der ARD-Tagesschau. Jetzt ist er im Alter von 84 Jahren in Hamburg gestorben. Das bestätigte der Norddeutsche Rundfunk.

Wilhelm Wieben, 2017
Wilhelm Wieben im Jahr 2017 Bildrechte: dpa

Geboren wurde Wieben 1935 in Hennstedt (Kreis Dithmarschen) in Schleswig-Holstein. Nach einer Lehre ging er für eine Schauspielausbildung nach Berlin. Anfang der 60er-Jahre wurde er Fernsehansager beim damaligen Sender "Freies Berlin". Später wechselte er zur Tagesschau und prägte die Sendung 25 Jahre lang.

Neben seiner Fernsehkarriere schrieb Wieben Bücher und sprach Hörbucher ein. Gelegentlich war er auch nach seiner Tagesschau-Zeit noch im Fernsehen zu sehen, vor allem aber auf der Bühne. Mit seinen ehemaligen Kollegen Dagmar Berghoff und Jo Brauner analysierte er dort zum Beispiel moderne Redensarten.

Wilhelm Wieben, Dagmar Berghoff und Jo Brauner
Wilhelm Wieben, Dagmar Berghoff und Jo Brauner. (Archiv) Bildrechte: dpa

Für Schlagzeilen um ihn sorgte Schauspielerin Inge Meysel (1910-2004), als sie 1995 in einem "Stern"-Interview öffentlich seine Homosexualität ansprach: "Eigentlich habe ich nur schwule Freunde. Ich verreise zum Beispiel gerne mit Wilhelm Wieben", sagte Meysel. Die Reaktionen danach seien einhellig positiv gewesen, erzählte Wieben später und erklärte: "Inzwischen habe ich eigentlich kein Verständnis dafür, wenn jemand aus seiner Homosexualität ein Geheimnis macht."

Mehr Informationen zu Wilhelm Wieben gibt es hier bei der Tagesschau.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 13. Juni 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2019, 20:03 Uhr

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