Twitter-Streit Nach Twitter-Streit mit Greta Thunberg: Macho-Kickboxer Andrew Tate wird festgenommen

Mit einem neuen Tweet hat Klima-Aktivistin Greta Thunberg nicht nur Schlagfertigkeit, sondern auch ihren bislang erst selten gezeigten Sinn für Humor bewiesen. Ihr Konter gegen Macho-Influencer Andrew Tate geht viral - und sorgt für zahlreiche Lacher.

Aktivistin Greta Thunberg
Hat sich erfolgreich gegen Pöbeleien von Macho-Influencer Andrew Tate gewehrt: Klimaaktivistin Greta Thunberg. Bildrechte: IMAGO / Emmanuele Contini

Dumme Macho-Sprüche? Für Greta Thunberg kein Problem. Selbst dann nicht, wenn sie von einem ehemaligen Kickboxer kommen. Schlagfertig und selbstbewusst hat die Klimaaktivistin einem provokanten Tweet von Influencer Andrew Tate gekontert - und nun die Lacher auf ihrer Seite.

Kickboxer und Andrew Tate provoziert Greta Thunberg

Der Brite und US-Amerikaner Andrew Tate, der immer wieder mit rassistischen, homophoben oder auch frauenverachtenden Aussagen für Aufmerksamkeit im Netz sorgt, hatte auf Twitter mit der Zahl seiner Autos geprahlt - und an Thunberg gerichtet geschrieben:

Bitte gib mir deine E-Mail-Adresse, damit ich dir eine vollständige Liste meiner Autosammlung und der enormen Emissionen schicken kann.

Die Vorreiterin der weltweiten Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" ließ sich nicht lange bitten:

Ja, bitte kläre mich auf, schreib mir an kleinerpenisenergie@hastdunichtsbessereszutun.com.

Wenige Worte, große Wirkung: Während Tates Macho-Post mit gerade mal 172.000 Likes goutiert wurde, erfreut Gretas Konter satte 2,2 Millionen Menschen - Tendenz steigend.

K.o. in der ersten Runde: Sieg für Klimaaktivistin Thunberg

"Das könnte der beste Tweet aller Zeiten sein", kommentiert US-Anwalt George Conway Thunbergs Nachricht. Auch Drehbuchautor Ed Solomon griff die hohe Zahl der Tweet-Ansichten auf: "1,90 Meter 90 Kilogramm 36-jähriger Typ bricht einen Streit mit 19-jährigem Mädchen vom Zaun und verliert vor 50 Millionen Leuten." Und der ugandische Klimaaktivist Nyombi Morris rief den Klimawandel mit einem Bild von unter Wasser stehenden Autos in Erinnerung.

Einige Internet-User machten sich sogar einen Spaß daraus, kurzzeitig Tates Wikipedia-Eintrag zu überarbeiten. Ergänzt wurde ein Boxkampf zwischen Andrew Tate und Greta Thunberg, den die 19-Jährige für sich entschieden hat.

Doch es gibt auch kritische Stimmen zum Konter der Klimaaktivistin - insbesondere aus dem feministischen Lager. "Lasst uns aufhören, Männer nach der Größe des Penis zu bewerten", fordert die Pornografieforscherin Madita Oeming. Sich über einen kleinen Penis lustig zu machen, sei "zutiefst unfeministisch", schreibt eine andere Twitter-Userin - und wirft Thunberg "Bodyshaming und Verbreitung von toxischer Männlichkeit" vor.

Greta Thunberg
Einige Feministinnen sehen Gretas Konter allerdings auch kritisch. Bildrechte: IMAGO / TT

Vorwurf der Vergewaltigung und des Menschenhandels: Andrew Tate in Rumänien festgenommen

Andrew Tate fällt es unterdessen schwer, seine Niederlage gegen die 19-jährige Thunberg zu verkraften. Vergleichsweise einfallslos versuchte er sich mit einem neuen Video zu wehren, das ihn an einer Zigarre lutschend zeigt: Er möchte sich eine Pizza bestellen, die ihm in einem Karton aus nicht recycelter Pappe geliefert werden soll.

Eine Aktion, die für den Influencer nun nach hinten losging. Denn zwischenzeitlich ist Andrew Tate in Rumänien festgenommen worden. Grund dafür ist natürlich nicht seine Häme gegen die 19-jährige Thunberg. Vielmehr werden Tate, sein Bruder und zwei weitere Verdächtige der Vergewaltigung und des Menschenhandels bezichtigt.

Die vier Verdächtigen sollen seit Beginn des Jahres 2021 Menschenhandel in Rumänien und auch in den USA und Großbritannien betrieben und Frauen zur Prostitution gezwungen haben.

Medienberichte, denen zufolge die Ermittler aufgrund des im Video gezeigt Pizzakartons auf Tates Spur gekommen sein sollen, bestätigten die rumänischen Behörden nicht.

Greta Thunberg ist Tates Festnahme allerdings nicht entgangen. Am Freitag (30. Dezember) schrieb sie bei Twitter: "Das passiert, wenn man seine Pizzakartons nicht recycelt." Innerhalb von Minuten wurde auch dieser Tweet Zehntausende Mal mit "Gefällt mir" gutgeheißen.

BRISANT/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 29. Dezember 2022 | 17:15 Uhr

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