Wegen Vergewaltigung Harvey Weinstein muss 23 Jahre in Haft

Der US-Filmmogul Harvey Weinstein ist wegen Sexualverbrechen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, in Revision gehen zu wollen.

Harvey Weinstein
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Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen Sexualverbrechen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Richter James Burke verkündete das Strafmaß am Mittwoch in New York. Ende Februar hatte eine Jury den 67-Jährigen wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung schuldig gesprochen.

Weinstein wies Vorwürfe zurück

Dem früheren Hollywood-Produzenten war zur Last gelegt worden, 2006 einer Produktionsassistentin Oralsex aufgezwungen und 2013 eine junge Schauspielerin vergewaltigt zu haben. Der Prozess war im Januar gestartet. Weinstein wies die Vorwürfe zurück und sprach von einvernehmlichen sexuellen Beziehungen.

In dem Verfahren hatte die Staatsanwaltschaft versucht, einen Mann zu zeigen, der seine Macht in der Filmindustrie systematisch ausnutzte, um sich junge Frauen gefügig zu machen. Die Verteidigung hingegen hatte den Zeuginnen eine Mitschuld gegeben und Weinstein in einer Opferrolle dargestellt.

Vorwürfe gegen Weinstein lösten MeToo-Debatte aus

Das Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Gründer des Miramax-Filmstudios hatte im Herbst 2017 die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt ausgelöst. Inzwischen haben mehr als 80 Frauen Weinstein sexuelle Vergehen vorgeworfen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 11. März 2020 | 17:15 Uhr

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