Emotionale Botschaft Bei Konzert-Comeback - Helene Fischer sendet Zeichen gegen Krieg in der Ukraine

Lange hatten die Fans auf ein Konzert von Helene Fischer gewartet. Am vergangenen Wochenende war es so weit. Die gebürtige Russin überzeugte in der Schweiz nicht nur musikalisch, sondern traf auch in Bezug auf den Krieg in der Ukraine den richtigen Ton.

Helene Fischer
Lange mussten die Fans von Helene Fischer auf ein Konzert der gebürtigen Russin warten. Bildrechte: Marie Gladow

Helene Fischer hat sich auf ihrem ersten Konzert nach längerer Pause sichtlich bewegt zum Krieg in der Ukraine gezeigt. "Mir bricht es das Herz, das zu sehen", sagte Fischer beim Festival "Snowpenair" in Grindelwald in der Schweiz. "Tagtäglich die Bilder von zerrissenen Familien; von Vätern, Brüdern, Soldaten, Ehemännern, die sterben müssen. Von Frauen, die flüchten müssen."

Helene Fischer
Beim "Snowpenair" in der Schweiz feiert Helene Fischer ein Bühnen-Comeback. Dabei trug sie aus Solidarität zur Ukraine eine blau-gelbe Schleife. Bildrechte: Marie Gladow

Gebürtige Russin Fischer: "Wahnsinnig emotional"

Die gebürtige Russin sagte weiter: "In meiner akuten Situation nimmt mich das noch mehr mit. Ich bin wahnsinnig emotional gerade zur Zeit, sehr nah am Wasser gebaut." Was genau sie damit meinte, sagte sie nicht - aber offensichtlich spielte sie auf das an, was zuletzt immer wieder Thema war: ihr Privatleben. Nach Berichten über eine Schwangerschaft im vergangenen Herbst, ihrer Verlobung, einem neuen Album und einigen wenigen TV-Auftritten, war sie zuletzt von der Bildfläche verschwunden. Am Sonntag (27.03.) gratulierte ihr ein Reporter der "Bild"-Zeitung - "zum Baby". Fischers Antwort auf die Glückwünsche: "

So richtig fit bin ich noch nicht. Das dauert seine Zeit. Alle, die frisch Mama geworden sind, wissen das.

Helene Fischer "Bild"-Zeitung

Helene Fischer
Immer wieder wandte sich Helene Fischer mit emotionalen Botschaften an die Fans. Bildrechte: Marie Gladow

Fischer setzt Zeichen der Solidarität

Beim Konzert in der Schweiz trug die 37-Jährige eine kleine Schleife an ihrem Oberteil. Und zwar in den Nationalfarben der Ukraine - Blau und Gelb, auch die Bühne wurde in den Farben beleuchtet. "Ich möchte einfach ein Zeichen der Solidarität senden", sagte Fischer auf der Bühne zu ihren Fans. Es war ihr erster größerer Auftritt seit Jahren, abgesehen von einigen TV-Aktionen, etwa im November beim "Wetten, dass..?"-Revival. In Deutschland ist vorerst nur ein einziger Auftritt in diesem Jahr geplant. Am 20. August will die Sängerin auf dem Gelände der Messe München vor rund 150.000 Fans auf der Bühne stehen. Eine Tournee hat sie für 2023 angekündigt.

Helene Fischer
Helene Fischers Schleife in den Nationalfarben der Ukraine ist deutlich zu sehen. Bildrechte: Marie Gladow

Fischer spricht von "Mann, der zu viel Macht hat"

Fischer wurde 1984 im sibirischen Krasnojarsk geboren, kam aber schon als kleines Kind mit ihrer Familie nach Deutschland. Viele Fans hatten deshalb gespannt gewartet, ob und wie sie sich zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine äußern würde. Am Sonntag nun fand die 37-Jährige klare Worte:

Ich verabscheue zutiefst, was da gerade vor sich geht und vor allem diesen einen Menschen. Ich glaube, ihr wisst, von wem ich spreche. Dieser eine Mann, der zu viel Macht hat.

Helene Fischer dpa

(BRISANT/ten/dpa)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. März 2022 | 17:15 Uhr

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