Auftritte ja, aber nicht vor Autos Helge Schneider trotzt der Corona-Krise

Allround-Talent Helge Schneider hat seinen Widerstand gegen Konzerte während der Corona-Pandemie nun doch aufgegeben. Das betrifft vor allem Solo-Konzerte. Vor Autos will der 64-Jährige aber definitiv nicht auftreten.

Helge Schneider
Die Fans können sich freuen: Helge Schneider tritt wieder auf. Bildrechte: imago images / Future Image

"Jetzt gibt es die Möglichkeit, vor mehreren hundert Leuten zu spielen - das ist dann so, wie ich angefangen habe, nur dass die weiter auseinander sitzen", begründet der 64-Jährige seine Entscheidung in einem Interview mit der Münchner "Abendzeitung".

Mitte Mai hatte Schneider in einer Videonachricht auf seiner Facebook-Seite noch erklärt, dass er erst wieder auftrete, "wenn alle Freiheiten wieder da sind". Ansonsten gehe das nicht. "Da muss ich konsequent bleiben", sagte er damals.

Keine Auftritte vor Autos

Nun aber doch die leichte Rolle rückwärts. "Die nächsten zwei, drei Jahre wird das erst mal so vor sich hindümpeln. Ich habe mich aber entschlossen, Solo-Konzerte zu machen." Die Begründung: Er wolle live vor Menschen auftreten und müsse einfach spielen. "Denn die Leute müssen ja ein bisschen was vom Leben haben - und ich auch". Nur vor Autos will Schneider definitiv nicht spielen, da bleibt er seiner Linie treu.

Eine Alternative zu Live-Auftritten sieht Schneider ohnehin nicht in seinem Leben. Er habe immer darauf hingearbeitet, auf der Bühne zu stehen und wolle dies bis zum Ende auch machen. "Ich hätte gar keine andere Idee", so Schneider im Hinblick auf seinen 65. Geburtstag am 30. August. Auch an Rente denkt er nicht. "Nee, muss ja Miete zahlen".

Der Musiker Helge Schneider sitzt mit seiner Gitarre neben einem Flügel auf der Bühne.
An Rente denkt Helge Schneider noch nicht. (Archiv) Bildrechte: Getty Images

Mehr als fünfzig Auftritte geplant

Eine Rückkehr zu früheren Konzerten sieht der Entertainer indes noch lange nicht: "Diese Nähe, die Jazz-Musik mit sich bringt, wenn man in einem kleinen Club oder irgendwo auf engstem Raum spielt: Das ist vorbei, für lange, lange Zeit."

In den nächsten Wochen sind eine Reihe weiterer Auftritte geplant - unter anderem im Deutschen Museum in München (10.8.), in Böblingen (19.8.) oder Köln (21.8.). Eine komplette Auflistung der mehr als fünfzig Termine gibt es hier.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 10. August 2020 | 17:15 Uhr

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