Basketball-Superstar Trauer und Entsetzen: Menschen weltweit gedenken Kobe Bryant

Der Unfalltod von Basketball-Legende Kobe Bryant ist mit ungläubigem Entsetzen aufgenommen worden. Die Sportwelt trauert um einen ihrer allergrößten Stars - und mit ihr Prominente und Basketball-Fans in aller Welt.

Kobe Bryant und seine Tochter Gianna Bryant, 2018.
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Ein Mann, der für viele ein Held war, ein Ausnahmetalent, das vielen Lust gemacht hat, Basketball zu spielen: Superstar Kobe Bryant ist zusammen mit seiner 13-jährigen Tochter Gianna und sieben weiteren Insassen bei einem Helikopter-Absturz in Los Angeles gestorben. Die genaue Ursache des Unglücks ist noch nicht klar. Klar ist: Es soll nebelig gewesen sein. Die Polizei in Los Angeles ist deshalb nicht geflogen. Der Amerikaner wurde 41 Jahre alt. 

Dirk Nowitzki "wirklich hart getroffen"

Unterdessen trauern Menschen weltweit um Kobe Bryant. Binnen kürzester Zeit waren die sozialen Medien voll mit Huldigungen zu Ehren Bryants und Mitleidsbekundungen an die Hinterbliebenen. Der frühere deutsche NBA-Spieler Dirk Nowitzki schrieb auf Twitter, Bryant habe so viele auf der Welt inspiriert, ihn eingeschlossen. Sein Tod habe ihn "wirklich hart getroffen". Der deutsche Basketball-Superstar hatte seinen Beileids-Tweet mit "Mamba" überschrieben. Er brachte auch sein Beileid für Bryants Familie zum Ausdruck.

Du wirst immer vermisst werden. Du wirst immer in Erinnerung bleiben. Du wirst immer geliebt werden. Ruhe in Frieden mit deinem Engel Gigi.

Dirk Nowitzki

Fans gedenken dem verstorbenen Basketballspieler Bryant in der Nähe des Staples Center.
Fans gedenken dem verstorbenen Basketballspieler Kobe Bryant in der Nähe des Staples Center. Bildrechte: picture alliance/dpa

Michael Jordan: "Worte können den Schmerz nicht ausdrücken"

"Ich habe Kobe geliebt - er war wie ein Bruder für mich", ließ Michael Jordan, der vielleicht größte Basketballer der Geschichte und Bryants großes Vorbild, über seine Sprecherin ausrichten: "Worte können den Schmerz nicht ausdrücken, den ich fühle." Bryant agierte auf der gleichen Position wie Jordan, versuchte ihm im Spielstil und seinen Erfolgen nachzueifern.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete Bryants Tod auf Twitter als eine "schreckliche Nachricht". Sein Vorgänger Barack Obama, selbst ein begeisterter Hobby-Basketballspieler, würdigte Bryant als "Legende". Er wandte sich an Bryants Frau Vanessa und wünschte der gesamten Familie Kraft. Der brasilianische Fußball-Superstar Neymar widmete Bryant bei einem Spiel für seinen französischen Club Paris Saint-Germain ein Tor.

Ein Ausnahmetalent

Bryant war einer der besten Spieler in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga NBA. Er holte in seiner 20-jährigen Laufbahn fünf NBA-Meisterschaften mit den LA Lakers und gewann bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 die Goldmedaille mit dem US-Team. 2016 beendete er seine Karriere. Er hatte mit seiner Ehefrau Vanessa vier Kinder. Erst im vergangenen Sommer war der Ex-NBA-Star zum vierten Mal Papa geworden. Seine Tochter Gianna galt als Nachwuchshoffnung in der Welt des Basketballs. Zu den weiteren Opfern des Absturzes zählen US-Medienberichten zufolge Giannas Trainerin, zwei Teamkolleginnen und drei Elternteile der Mitspielerinnen.

Grammy-Verleihung von Tod des Basketballstars überschattet

Die Nachricht von dem Unglück überschattete die diesjährige Grammy-Gala. "Dieser Abend ist für Kobe", rief die Sängerin Lizzo, bevor sie die Show mit einem Medley ihrer Hits eröffnete. "Los Angeles, Amerika und die ganze weite Welt haben einen Helden verloren", sagte Moderatorin Alicia Keys. "Wir stehen hier mit gebrochenen Herzen in dem Haus, das Kobe Bryant gebaut hat." Die 62. Verleihung der begehrten US-Musikpreise fand im Staples Center von Los Angeles statt - der Halle, in der auch die Heimspiele von Bryants früherem Team Los Angeles Lakers ausgetragen werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 27. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2020, 18:44 Uhr

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