Hiphop-Star Musikvideo-Dreh statt Raubüberfall: Polizeieinsatz wegen Rapper Kollegah

Ein schwer bewaffneter Überfall auf ein Juweliergeschäft im Frankfurter Bahnhofsviertel mitten am helllichten Tag? Passanten bekamen es mit der Angst zu tun - und riefen die Polizei. Die kam prompt an den Ort des Geschehens - und befand sich am Set für einen Videodreh von Rapper Kollegah.

Der Rapper Kollegah
Sorgt gerne mal für einen Eklat, doch der Polizeieinsatz bei seinem neuesten Video-Dreh war wohl nicht beabsichtigt: Rapper Kollegah Bildrechte: dpa

Stress mit Justiz und Polizei? Für Rapper Kollegah eigentlich nichts Unbekanntes. Doch der Polizeieinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel, den der deutsche Hiphop-Star am Wochenende ausgelöst hat, geht wohl nicht nur auf sein Konto.

Alles "nur" Fake: Videodreh statt Überfall

Am Wochenende hatten Zeugen beobachtet, wie mutmaßliche Gangster am helllichten Tag schwer bewaffnet einen Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Münchner Straße verübten und prompt die Polizei benachrichtigt. Die traf wenig später mit Blaulicht ein - und fand sich am Set eines Videodrehs von Rapper Kollegah und Asche wieder. Der Überfall also nur gestellt, die martialischen Schusswaffen nichts als Attrappen.

Kollegah, 2017
Trotz zum Teil homophober, frauenfeindlicher und antisemitischer Texte zählt Kollegah zu den beliebtesten deutschen Hiphop-Künstlern. Bildrechte: IMAGO

Verfahren wegen Tragens von Anscheinswaffen?

Zwar sei der Dreh seitens der Stadt Frankfurt genehmigt worden, dennoch habe der Produzent des Drehs es versäumt, die Polizei über "sein äußerst öffentlichkeitswirksames Vorhaben zu unterrichten", so ein Sprecher der Behörde. Die Beteiligten des Musikvideo-Drehs müssen nun wegen des "Führens von Anscheinswaffen" mit einem Verfahren rechnen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 09. November 2020 | 17:15 Uhr

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