Nibelungen-Festspiele Mario Adorf: "Lasst doch die Alten die Alten spielen!"

BRISANT trifft bei den Nibelungen-Festspielen einen gut aufgelegten Mario Adorf. Der 90-Jährige sieht sich als bestes Beispiel dafür, dass alte Schauspieler "durchaus was zu bieten haben".

Mario Adorf
Mario Adorf ist anlässlich der Verleihung des "Mario-Adorf-Preises" nach Worms gereist. Bildrechte: IMAGO / BOBO

Mario Adorf kritisiert im BRISANT-Interview, dass er bei seiner Rollen-Besetzung "schon merkt, dass diese Jahreszahl, die man auf dem Buckel hat, wichtiger ist als die Erscheinung".

"Die sagen einfach, der ist so alt, da bezahlt die Versicherung nicht zum Beispiel oder: 'Wann haut er endlich ab?'." Stattdessen würden jüngere Kollegen auf alt getrimmt. "Warum sollen die Jungen die Alten spielen, das ist doch ein Unsinn." Adorf habe schließlich mit seiner Rolle im Vierteiler "Der große Bellheim" zeigen können, "dass die Alten auch was zu bieten haben".

Gutes Essen in der Corona-Pause

Gestaunt habe er, dass sich die arbeitsfreie Corona-Zeit für ihn sehr kurz angefühlt habe, anders, als erwartet. "Die Zeit ist geschrumpft", sagt Mario Adorf, "das liegt vielleicht aber nur an mir und meinem Alter." Ansonsten habe er genießen dürfen, dass seine Frau sich als Köchin "herangebildet" habe und er besser gegessen habe, als zuvor.

Anlässlich der Verleihung des Mario-Adorf-Preises ist der Namensgeber aus seiner südfranzösischen Wahlheimat nach Worms gereist.

(BRISANT)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 02. August 2021 | 17:15 Uhr

Mehr Promi-News