Phil Collins, The Rolling Stones, ... Diese Musik darf Trump nicht mehr nutzen

Für seine Wahlkampfauftritte nutzt der amtierende US-Präsident Donald Trump gerne berühmte Songs. Doch es werden immer mehr Musiker, die ihm das verbieten. Zuletzt gab es eine Unterlassungserklärung von Phil Collins.

Phil Collins
Bildrechte: Warner Music

"I can feel it coming in the air tonight": Von diesen Worten darf US-Präsident Donald Trump auf seinen Wahlkampfveranstaltungen nicht mehr begleitet werden - zumindest wenn es nach dem Urheber des Songs, Phil Collins, geht. Der hat Trumps Wahlkampfteam wie schon im Juni eine entsprechende Unterlassungserklärung übermitteln lassen. Das hat das Management des ehemaligen Genesis-Frontmanns am Montag mitgeteilt. Eine Antwort von Trumps Vertretern gab es bisher noch nicht.

Verbote anderer Musiker

Mit diesem Verbot ist Phil Collins nicht alleine. Zahlreiche andere Künstler haben es dem amtierenden Präsidenten ebenfalls verboten, ihre Musik für politische Auftritte zu nutzen. Bereits im vergangenen Wahlkampf 2016 hat sich etwa Sängerin Adele von Trump distanziert.

Adele hat keiner politischen Kampagne die Erlaubnis gegeben, ihre Musik zu verwenden.

Das sagte damals ein Sprecher dem US-Sender CNN.

Steven Tyler von Aerosmith hatte seine Anwälte im selben Jahr eine Unterlassungserklärung an Trump schicken lassen. Allerdings nicht aus politischen Gründen, so eine Anwältin. "Man muss einfach die Erlaubnis der musikalischen Urheber einholen."

Twitter löscht Trump-Video

Linkin Park
Im Juli ging die US-Band Linkin Park gegen ein Video von Trump vor. Bildrechte: Warner Music

Konsequenzen hatte im Juli eine Beschwerde der Metalband Linkin Park. Twitter entfernte daraufhin ein Video, das der Social-Media-Direktor des Weißen Hauses, Dan Scavino, veröffentlicht und Trump geteilt hatte. Darin war eine Coverversion des Hits "In the End" zu hören. Wenige Stunden nach der Beschwerde war das Video verschwunden und an seiner Stelle erschien der Text: "Dieses Medium wurde aufgrund eines Antrags des Copyright-Inhabers deaktiviert."

Aber damit nicht genug, auch Linkin Park stellten dem Präsidenten eine Unterlassungserklärung zu. "Linkin Park haben und werden Trump weder unterstützen noch es seiner Organisation genehmigen, unsere Musik zu verwenden. Eine Unterlassungsaufforderung wurde erstellt", lautet der offizielle Tweet der Musiker dazu.

Nur einen Monat vorher hatten die Rolling Stones dem Präsidenten mit einer Klage gedroht, sollte er weiterhin ihre Werke nutzen. Auch Queen, Rihanna, Neil Young, Pearl Jam, Runers, Panic! at the Disco und die Familie von Tom Petty hatten sich bereits darüber beschwert, dass Trump ihre Musik genutzt hat.

Musiker verbünden sich

Mick Jagger
Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger gehört ebenfalls zu den Unterzeichnern des Briefs. Bildrechte: imago/CTK Photo

Viele von ihnen haben einen offenen Brief an das weiße Haus unterschrieben. Darin fordert die gemeinnützige Organisation "Artist Rights Alliance" die Regierung dazu auf, "klare Richtlinien festzulegen, nach denen Kampagnen die Zustimmung von Künstlern, Songwritern und Copyright-Inhabern einholen müssen, bevor sie ihre Musik öffentlich in einer politischen oder Kampagnenumgebung verwenden."

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 27. Oktober 2020 | 17:15 Uhr

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