Urteil am Amtsgericht Berlin-Tiergarten Rapper Fler muss nicht ins Gefängnis

Fler ist am Mittwoch (03.03.) mit einem blauen Auge davongekommen. Der Rapper wurde vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten zwar wegen mehrerer Delikte zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt, diese ist allerdings auf Bewährung ausgesetzt.

Rapper Fler
Rapper Fler ist am Mittwoch (3.3.) zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. (Archiv) Bildrechte: dpa

Der Berliner Rapper Fler ist wegen mehrerer Straftaten zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldbuße von 10.000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach ihn am Mittwoch unter anderem wegen mehrfacher Beleidigung, versuchter Nötigung und Fahrens ohne Führerschein schuldig.

Staatsanwaltschaft forderte Haftstrafe ohne Bewährung

Das Strafmaß liegt unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte ein Jahr und zehn Monate Haft ohne Bewährung gefordert, weil eine positive Prognose bei Fler nicht zu sehen sei. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky heißt, sei nicht bereit, sich an Regeln zu halten, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Und weiter: In der Vergangenheit hätten verhängte Geld- und Bewährungsstrafen den Rapper nicht davon abgehalten, Menschen in seinem Umkreis zu beleidigen. Die Staatsanwaltschaft beantragte zudem eine Führerscheinsperre von zweieinhalb Jahren. Die Verteidigung verlangte eine Strafe von sieben Monaten Haft auf Bewährung. Fler sei "auch eine Kunstfigur, das ist seine Rolle".

Der Rapper Fler trägt einen schwarzen Kapuzen-Pullover und spricht in ein Mikro. Er steht auf einer Bühne, hinter ihm leuchten lila-blaue Lichtstrahler.
Fler sei nach Angaben der Verteidigung auch eine Kunstfigur. (Archiv) Bildrechte: IMAGO/Michael Schöne

Verhandlung in Abwesenheit von Fler

Das Gericht verhandelte zuletzt in Abwesenheit des Musikers. Vor einem Monat hatte der 38-Jährige für Aufsehen gesorgt, weil er aus Verärgerung über einen Journalisten den Gerichtssaal verließ. Auch der Verteidiger konnte Fler nicht zurückholen. Das Gericht beschloss danach, ohne ihn weiterzuverhandeln.

In dem Prozess waren mehreren Anklagen zusammengefasst worden. Einige wurden inzwischen abgetrennt. Die angeklagte Beleidigung des Rappers Bushido soll nun in einem gesonderten Verfahren erörtert werden. Im Internet soll Fler Bushido als "Bastard" und "ekeligen Hund" bezeichnet haben.

ten/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 03. März 2021 | 17:15 Uhr

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