Trotz Kritik Robbie Williams hält an seinem Auftritt in Katar fest - das ist die Begründung

Wird er? Oder wird er nicht? Lange wurde gerätselt, ob Robbie Williams bei der diesjährigen Fußball-WM in Katar performen wird. Nun steht fest: Ja, er wird. So verteidigt er seine Entscheidung.

Robbie Williams in der ZDF-Unterhaltungsshow Wetten, dass..? live aus der Messe Friedrichshafen.
Entgegen zahlreicher Gerüchte trat Robbie Williams nicht zur WM-Eröffnungsfeier auf. Dafür aber am 8. Dezember in der katarischen Hauptstadt Doha. Bildrechte: IMAGO / Future Image

Rod Stewart sagte nein, Dua Lipa auch: Zahlreiche internationale Musikstars positionieren sich aktuell klar gegen die WM und sagten Auftritte in Katar ab. Grund sind Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung von Gastarbeitern und Homophobie im Wüstenstaat. Auch Robbie Williams wird immer wieder auf seine Haltung zur Fußball-WM angesprochen. Jetzt machte er eine klare Ansage.

Robbie Williams trat nicht bei WM-Eröffnung auf – dafür aber am 8. Dezember

Nach zahlreichen Gerüchten um einen möglichen Auftritt zur WM-Eröffnung steht nun fest: Robbie Williams wird am 8. Dezember im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar auftreten – genauer: im Doha Golf Club. "Visit Qatar" kündigt den Live-Auftritt von Robbie Williams auf seiner Website mit folgenden Worten an. "Die Aufführungen des charismatischen Künstlers umfassen Lieblingslieder zum Mitsingen wie Let Me Entertain You, Feel und Angels. Machen Sie sich bereit, sich durch die musikalische Nacht zu singen und zu schunkeln." Ticktes gibt es ab 125 Dollar. 

So verteidigt Robbie Williams seinen Auftritt in Katar

Im Interview mit der italienischen Zeitung "Il Venerdì di Repubblica" erklärte Robbie Williams auch, warum er sich für einen Auftritt in Katar entschieden hat. 

Natürlich dulde ich nirgendwo Menschenrechtsverletzungen. Aber diejenigen, die mir online sagen ‘Nein zu Katar!‘, tun dies auf Plattformen mit chinesischer Technologie. Es wäre heuchlerisch, wenn ich nicht nach Katar fahren würde, wenn man nur an die anderen Orte denkt, an denen ich jedes Mal singe. [...] Wenn wir Menschenrechtsverletzungen überall missbilligen würden, wäre das die kürzeste Tour, die die Welt je gesehen hat. Ich würde nicht mal in meiner eigenen Küche auftreten können.

Robbie Williams

Was da in seiner Küche los ist, bleibt Williams' Geheimnis. Weiter sagt er, Veränderungen bräuchten eben Zeit. Der Maßstab, den die Welt bei Katar ansetze, müsse auch an anderen Orten gelten – doch das sei in seinen Augen nicht der Fall. Also sei es "heuchlerisch", Katar zu boykottieren, so Williams.

Ist am WM-Skandal nur die FIFA Schuld?

Schon in einem früheren Interview mit der "dpa" hatte Robbie Williams angekündigt, die WM nicht zu boykottieren: "Die Weltmeisterschaft ist die Weltmeisterschaft. Wenn Sie jemandem die Schuld für die Geschehnisse bei der Weltmeisterschaft geben wollen, dann der FIFA. Aber ich will Fußball sehen. Ich würde mich nicht für ein Regime oder seine Leute entscheiden. Ich bin in erster Linie ein riesiger Fan des Fußballs."

Brisant/dpa/Il Venerdì di Repubblica/Visit Qatar

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 22. November 2022 | 17:15 Uhr

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