Alec Baldwin Nach Einigung mit Familie von Halyna Hutchins: Dreharbeiten für "Rust" gehen weiter

Wenn das mal keine positive Wende ist: Statt vor Gericht stehen sich Alec Baldwin und der Ehemann der während der Dreharbeiten zu "Rust" versehentlich getöteten Kamerafrau Halina Hutchins bald am Set gegenüber. Die beiden Seiten haben sich außergerichtlich geeinigt und wollen den Film nun gemeinsam beenden.

Alec Baldwin auf einer Bühne
Im vergangenen Jahr hat Alec Baldwin am Set des Westerns "Rust" versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen. Bildrechte: dpa

Fortsetzung von "Rust" mit Matthew Hutchins als Produzent

Hollywood-Star Alec Baldwin hat nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins bei einem Western-Dreh eine außergerichtliche Einigung mit der Familie der Gestorbenen erzielt. Das gaben Baldwin und die anderen Produzenten des Westerns "Rust" am Mittwoch bekannt.

Und nicht nur das, der Film soll ab Januar 2023 sogar zu Ende gedreht werden. Hutchins Witwer Matthew, der Baldwin im Februar verklagt hatte, soll Produzent des Western-Streifens werden. Seine Klage gegen Baldwin zieht er zurück.

"Wir sind all jenen dankbar, die zur Lösung dieser tragischen und schmerzhaften Situation beigetragen haben", ließ Baldwin via Instagram wissen. "Während dieses schwierigen Prozesses hatte jeder den Wunsch, das Beste für Halynas Sohn zu tun", schrieb er außerdem.

Ein Foto der Kamerafrau Helyna Hutchins
Wie es zu Halyna Hutchins Tod am Set kommen konnte, ist trotz zahlreicher Untersuchungen bislang nicht geklärt. Bildrechte: dpa

Halyna Hutchins letztes Werk soll gewürdigt werden

Auch Halyna Hutchins Ehemann Matthew meldete sich zu Wort. Ihm gehe es nicht um "Beschuldigungen oder Schuldzuweisungen" gegen Baldwin oder die anderen Produzenten. "Wir alle gehen davon aus, dass Halynas Tod ein furchtbarer Unfall war." Nun soll "Halynas letztes Werk" gewürdigt werden.

Eine Entschädigungssumme für den Witwer und seinen Sohn wurde nicht genannt. US-Medienberichten zufolge wird Hutchins in seiner Rolle als Produzent einen Teil der Einnahmen von "Rust" erhalten.

Der Western soll mit den ursprünglichen Hauptakteuren zu Ende gedreht werden. Auch die Regie wird weiterhin Joel Souza führen, der bei dem Vorfall vor knapp einem Jahr verletzt worden war.

Jetzt muss die Vereinbarung noch von einem Gericht abgesegnet werden.

Tödlicher Unfall am Set vor einem Jahr

Baldwin hatte am 21. Oktober 2021 während Dreharbeiten für den Low-Budget-Western im Bundesstaat New Mexico versehentlich die 42-jährige Kamerafrau Hutchins mit einer Requisitenwaffe erschossen. Der Revolver soll mit mindestens einer echten Kugel geladen gewesen sein. Wie es dazu kommen konnte, ist bislang unklar.

Bild der von Hollywood-Star A. Baldwin bei den Dreharbeiten zum Film "Rust" abgefeuerten Waffe.
Die Requisitenwaffe soll mit scharfer Munition geladen gewesen sein. Bildrechte: dpa

Baldwin weist jede Verantwortung zurück

Baldwin hatte wiederholt jede Verantwortung für den Unfall von sich gewiesen. Der 64-Jährige betonte, ihm sei gesagt worden, dass der Revolver "kalt" sei, also keine scharfe Munition enthalte.

Im August machte Baldwin in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN die Waffenmeisterin am Set, Hannah Gutierrez-Reed, und den Regie-Assistenten Dave Halls, der ihm die Waffe gereicht hatte, für das Unglück verantwortlich. "Es gibt zwei Leute, die nicht getan haben, was sie hätten tun sollen", sagte er. Nach Hutchins Tod war eine Reihe von Zivilklagen eingereicht worden.

BRISANT/AFP/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 06. Oktober 2022 | 17:15 Uhr

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